„Mordrezepte der Barbouzes“ (Frankreich; Verleih: Interfilm): Georges Lautner hat viele schlechte Filme gemacht, diese Kriminalkomödie ist nicht. besser. Geheimagenten verschiedener Nationalitäten trachten, die wertvollen Waffenpatente eines im Bordell verstorbenen Waffenhändlers in ihren Besitz zu bringen. Doch die hat dessen Witwe versteckt und tut völlig ahnungslos. Unter ihren Augen versucht man zuerst, sich gegenseitig umzubringen, dann miteinander zu wetteifern, durch Charme ihre Liebe zu gewinnen. Der Franzose Francis siegt, indem er sie an ihre französische Abstammung erinnert. Lautner putzt das auf mit intellektuellen Anspielungen auf verschiedene Filme und Genres, auf den autoritären Gabin, auf de Gaulle und den Gaullismus. Klischees werden ironisiert und werden wieder zu Klischees, Ideologiekritik ist bestenfalls aufgesetzt, denn was er zu denunzieren angibt, dem fällt Lautner selbst zum Opfer. Am Ende wird Francis zum Helden stilisiert, der sich aufreibt im Kampf für die Papiere, keine nationale Phrase verschweigt, dafür zwar kein Geld bekommt, aber die Ehre der Franzosen rettet. W. D.