Seit Wochen schwirren in Südostasien Gerüchte über Friedensverhandlungen zwischen Malaysia und Indonesien. Angeblich, hatte der mahysische Premierminister Tunku Abdul Rahman seine Flugreise nach Bangkok, der Hauptstadt Thailands, schon gebucht. Auf Einladung des thailändischen Außenministers Thanat Khoman sollte er dort mit dem indonesischen Präsidenten Sukarno zusammentreffen.

Trotz der unverhüllten Aggressionen Indonesiens gegen den deinen Nachbarstaat Malaysia hatte sich der Tunku eifrig um dieses neue Gipfelgespräch bemüht. Die Erfahrungen mitFrüheren indonesisch-malaysischen Konferenzen waren freilich nicht eben ermutigend.

Das neue Friedensgespräch scheiterte diesmal in letzter Minute, Sukarno wollte plötzlich nicht mehr mitmachen. In Malaysia befürchtet man jetzt neue Einfälle indonesischer Kommandotrupps.

Inzwischen haben Malaysia und Thailand ein Grenzverteidiguhgsabkommen geschlossen, um gemeinsam die chinesischen Partisanen zu bekämpfen, die sich im Dschungel an der Grenze versteckt halten. Angeführt werden diese kommunistischen Guerillas von dem Rebellenchef Chin Peng, der zwölf Jahre lang mit 5000 Partisanen gegen eine Übermacht britischer Truppen gekämpft hat. Es wird vermutet, daß diese kommunistischen Gruppen mit dem indonesischen General Gusti Jatikusumo, früher Botschafter in Malaysia und Untergrundspezialist, zusammenarbeiten.