Schneeschmelze auf dem Mars

Materieteilchen, die von starken Eruptionen auf der Sonne in den Weltraum hinausgeschossen wurden, sind nach Ansicht zweier tschechoslowakischer Forscher die Ursache dafür gewesen, daß die weiße Kappe am Südpol des Mars Ende August und noch einmal Anfang September 1957 für einige Tage verschwand.

Just zu dieser Zeit nämlich hatte ein ungewöhnlich großer Sonnenausbruch stattgefunden und es ist bekannt, daß bei einem solchen Ereignis große Mengen solaren Materials fortgeschleudert werden. Auf der Erde macht sich dies hauptsächlich als schwacher Protonenschauer bemerkbar. Auf dem Mars dagegen, der von einer wesentlich dünneren Atmosphäre umhüllt ist, könnte, so spekulieren die Professoren J. Chech von der Palaky Universität und J. Sadil von der Astronomischen Gesellschaft der CSR, die Sonrenmaterie so massiv niedergehen, daß dadurch eine Erwärmung bewirkt wird, die das Polareis des Planeten zum Abschmelzen bringt.

Die Gelehrten haben ihre Theorie in der engischen Wissenschaftszeitschrift „Nature“ (6. März) veröffentlicht.

Anti-Baby-Pille für Raubtiere

Menschliche Sympathie für ein schädliches Raubtier hat jetzt zu einer „humanen“ und gleichzeitig sehr wirksamen Bekämpfungsmethode geführt: Auf Anordnung des amerikarischen Innenministeriums sollen die Kojoten, jene durch Indianergeschichten und Disney-Filme beliebt gewordenen Heulwölfe der westlichen Tränen, mit Hilfe einer schwangerschaftsverhütenden Droge dezimiert werden.

Obwohl die listenreichen Schaf- und Geflügelräuber von Landwirten seit Jahrzehnten gejagt, gefangen, vergiftet und von abgerichteten Hunden gehetzt werden, breiten sich die Kojoten immer weiter aus. Heute hat ihre Zahl schon die Halbmillionengrenze überschritten. Nun soll ihnen während der Läufigkeitsperiode in Köderfleisch Stilbestrol, ein synthetisches weibliches Hormon, verabreicht werden, um ihre Fruchtbarkeit einzudämmen. Es wird ausdrücklich betont, daß man den „zur Folklore des amerikanischen Westens gehörigen Kojoten“ mit dieser für andere Tiere unschädlichen Geburtenkontrolle nicht ausrotten, sondern nur seine Verbreitung in Schranken halten will.