EWG-Länder ohne Gleichschritt

Besorgt ist die EWG-Kommission über die zu erwartende Preisentwicklung im Jahre 1965. Nur in der Bundesrepublik und Frankreich besteht nach ihrer Ansicht die Hoffnung, daß das Preisniveau nicht um mehr als 2,5 Prozent steigt. In Belgien dagegen rechnet man mit einem Anstieg von 4 Prozent, in den Niederlanden von 5 Prozent und in Italien von 6,5 Prozent.

Hohe Arbeitskosten

Die Bundesrepublik hat mit Abstand die höchsten Arbeitskosten je geleisteter Arbeitsstunde. Nach einer Zusammenstellung des Bundesarbeitsministeriums lagen diese Kosten bei 5,60 Mark gegen 4,80 Mark in Frankreich, 4,75 Mark in Italien, 4,70 Mark in Belgien und 4,30 Mark in den Niederlanden. Seit der Errichtung des Gemeinsamen Marktes 1958 sind die Kosten in der Bundesrepublik um 77 Prozent, in Frankreich um 59 Prozent, in Italien um 84 Prozent, in Belgien um 48 Prozent und in den Niederlanden wie in der Bundesrepublik um 77 Prozent gestiegen.

Mehr Import-Autos in Frankreich

In Frankreich wurden 1964 149 000 ausländische Wagen verkauft, das sind 16 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Mit 83 000 Wagen – fast 29 Prozent mehr als 1963 – stellte die Bundesrepublik das größte Kontingent ausländischer Fahrzeuge. Die französische Automobilproduktion ging im gleichen Zeitraum um 5,1 Prozent auf 1,6 Millionen Kraftfahrzeuge zurück.

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