Neues von der AEG

Nach dem Beispiel anderer Konzerne hat die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG) eine Auslandsholding, die AEG International AG in Zürich, mit einem Kapital von 16,5 Millionen Schweizer Franken gegründet. In dieser Gesellschaft werden zunächst die Beteiligungsgesellschaften der AEG in Griechenland, Italien, Österreich, Portugal und Südafrika eingebracht. Als Begründung dafür heißt es, daß die Zusammenfassung der Beteiligungsgesellschaften in einer ausländischen Holding die Aufnahme von Krediten und Kapital im Ausland erleichtern und dadurch die Muttergesellschaft bei der Erfüllung ihrer Finanzierungsaufgaben in Deutschland entlasten soll. Außerdem dürften aber auch steuerliche Erwägungen eine Rolle spielen. – Die AEG ist bei der F. Küppersbusch & Söhne AG, Gelsenkirchen, Herstellerin von Küchenmaschinen, Großkochanlagen, sanitären Anlagen, jetzt auch als Großaktionär interessiert. Sie hat von Hoesch ein Paket von 26,5 Prozent des Küppersbusch-Kapitals in Höhe von 8 Millionen Mark übernommen.

Gerüchte über die VW-Dividende

In der vergangenen Woche kursierten verschiedene Versionen über die Dividende des Volkswagenwerks für 1965. „Gut informierte Kreise“ wollten wissen, daß neben einer Ausschüttung von 16 Prozent eine Kapitalaufstockung aus Gesellschaftsmitteln im Verhältnis 3:1 vorgenommen werden wird. Andere Leute sprachen von einer Sonderausschüttung von 20 Prozent, natürlich neben der „üblichen“ Dividende. Die Verwaltung in Wolfsburg bezeichnete diese Gerüchte als „reine Spekulationen“. Die endgültige Entscheidung wird der VW-Aufsichtsrat am 25. April fällen, was nicht bedeutet, daß sich die Verwaltung nicht schon früher Gedanken zu diesem Thema macht.

Gewinne verdoppelt

Die Chase Manhattan Bank, führende New Yorker und zweitgrößte Bank der USA, hat in den letzten 10 Jahren ihren Nefto-Gewinn verdoppelt. 1964 war für das Institut ein erfolgreiches Jahr. Der nach Steuerabzug konsolidierte Nettogewinn stieg um 8,9 Prozent auf 84,7 Millionen Dollar. An Bardividenden wurden für 1964 an 97 000 Aktionäre insgesamt 39,6 (36,3) Millionen Dollar ausgeschüttet, also 9,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Schon heute ist zu erkennen, daß die Aktionäre im laufenden Jahr noch mehr erhalten werden.

Messerschmitt-Aktien verkauft