Also arbeitet man hier auch noch gern, wenn man trotzdem ein Hobby hat – man arbeitet für das Hobby. Die Ehefrauen sind begeistert: ihre Männer sitzen nicht mehr murrend herum, sie haben eine Aufgabe wie eh und je und können etwas erzählen. Und es bleibt trotzdem genug Zeit für zu Hause.

Die Gesundheit der Männer ist besser als die des Durchschnitts ihrer Altersgenossen, das Durchschnittsalter verschiebt sich nach oben, die alten bleiben also länger, und immer mehr jüngere kommen dazu. Das älteste Mitglied ist 81 Jahre alt.

Das wichtigste aber: mit der Herstellung von Lehr- und Versuchsmodellen für Schulen haben die Männer eine Aufgabe, die ihrem hohen Alter von Natur aus zukommt, und in den Familien so wenig gefragt ist: Sie dürfen Lehrer der Jungen sein.

Professor Roeterink hat schon mehrmals in Deutschland über sein "Experiment" gesprochen. Er bezieht übrigens keine Einkünfte aus dem Unternehmen. Niemand solle denken, ein paar Findige unter den Alten wollten sich selber eine neue Erwerbsquelle erschließen. Er meint, daß auch in Deutschland der Bedarf an ähnlichen Einrichtungen groß sei. Auch die "Aktion Gemeinsinn" hat versucht, die Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeberverbände für Roeterinks Idee zu interessieren. "Unseres Wissens ist aber in der Bundesrepublik kein Versuch unternommen worden, eine Art von ‚Fabrik für Pensionäre’ einzurichten. Wir bedauern, Ihnen keine bessere Nachricht geben zu können." Das schreibt die Geschäftsführerin der "Aktion Gemeinsinn" aus Bad Godesberg.