Alistair Horne: Des Ruhmes Lohn. Verdun 1916; Wilhelm Köhler Verlag, München; 511 Seiten, 22,– DM.

Dieses Buch ist in der ZEIT besprochen worden, als es in England erschienen war (25. Oktober 1963). Wir können uns heute damit begnügen, die einleitenden Absätze aus der Besprechung von Friedrich Riemker zu wiederholen:

Dies ist ein genauer, ausführlicher, unbefangener und darum aufregender Bericht über die unheimlichste aller Schlachten, die je geschlagen wurde. Home hat alles gedruckte Material über Verdun studiert und sich dazu noch mit so vielen Überlebenden besprochen, wie er zu Unterhaltungen darüber gewinnen konnte. Er hat einen klaren Blick für die militärisch-technischen Fragen, aber auch für die Taten und die Leiden der handelnden Menschen. Von den Generälen und ihren Stäben erzählt er ebenso unparteiisch wie von den armen Hunden, von tapferen, stürmenden, siegreichen, zerschossenen, verblutenden Frontkämpfern in ihrem Dreck und Jammer.

Daß er die deutschen Irrtümer, vor allem die Fehlschätzungen der Obersten Heeresleitung, nicht verschweigt, gehört zu seiner Objektivität. Gerade aus der Sachlichkeit dieses Berichtes über eine der großen Tragödien des neuzeitlichen Europas rührt die erschütternde Wirkung.