Im kommenden September steht uns – hoffentlich – kein Kriegsausbruch bevor, sondern nur die Wahl zum nächsten Bundestag. Aber das genügt durchaus, um einen unsicher und nervös zu machen. Und schon gar, wenn man es erleben muß, daß ein sonst ganz vernünftiger Mann – allerdings Linkskonformist – mich mit dem Schlachtruf: „Wer Erhard wählt, wählt Strauß! Wer aber Brandt wählt, wählt wenigstens Erler!“ überfällt. Nach diesem Ereignis beschloß ich, mich etwas näher mit der Sache zu befassen. Ich zog meinen Bonn-Kenner Erich zu Rate.

„„Das gibt sicher einen fabelhaften Wahlkampf“, sagte ich, um ihn etwas aufzulockern.

„Hm. Meinst du wirklich?“

„Na ja. An Themen besteht doch wirklich kein Mangel.“

„Da ist etwas dran“, räumte er ein.

„Da müssen gewisse Parteien mal endlich Farbe bekennen, und man erfährt, wo sie wirklich stehen.“

„Das willst du ausgerechnet im Wahlkampf erfahrnet?“ fragte Erich.