Hoesch-Aktionäre können hoffen

Unter Voraussetzung gleichbleibender Verhältnisse kündigte Dr.-Ing. Willy Ochel, Vorstandsvorsitzender der Hoesch AG, Dortmund, für das Geschäftsjahr 1964/65 eine höhere Dividende als 10 Prozent an. über den Zeitpunkt der bereits vorbereiteten Kapitalerhöhung wurden auf der Hauptversammlung noch keine Einzelheiten genannt. Die Gesellschaft hat in den letzten Tagen einen mittelfristigen Kredit von 4 Jahren erhalten, so daß sie die weitere Entwicklung in Ruhe abwarten kann.

Hohe Verluste durch Landmaschinen

Der Landmaschinenhersteller John Deere-Lanz AG, Mannheim, der sich überwiegend im Besitz des größten amerikanischen Landmaschinenproduzenten Deere & Company befindet, hat im Geschäftsjahr 1963/64 seinen Umsatz kräftig um 24 Prozent auf 173 Millionen Mark erhöht. Die Konkurrenz auf dem deutschen Markt erzielte Zuwachsraten von 15 Prozent. Die kräftigen Investitionen und der harte Preiskampf haben jedoch zu einem Jahresverlust von 20,7 Millionen Mark geführt. Bei Schleppern konnte das Unternehmen seinen Marktanteil auf sieben Prozent steigern, bei Mähdreschern liegt der Marktanteil im Bundesgebiet bei 14 Prozent. Der Vorstand hofft beim nächsten Jahresabschluß einen bescheidenen Gewinn ausweisen zu können.

Schickedanz-Gruppe sehr expansiv

Der Gesamtumsatz des Großversandhauses Quelle Schickedanz KG ist 1964 mit 21 Prozent auf 1,6 Milliarden Mark fast doppelt so stark gestiegen wie im Vorjahr. Allein der Versandumsatz nahm um 15 Prozent auf 1,1 Milliarden Mark zu, der Wertumsatz um 36 Prozent auf 486 Millionen Mark. Rechnet man den Umsatz des zur Mehrheit erworbenen Versandhauses Schöpflin mit 175 Millionen Mark, die Verkäufe der Vereinigten Papierfabriken mit 215 Millionen und der Brauereien mit 45 Millionen Mark dazu, hat die Schickedanz-Gruppe im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,05 Milliarden Mark erzielt.