Aus Paris kommt der Vorschlag, ein europäisches Unternehmensstatut zu schaffen, das neben den nationalen Rechtsvorschriften die Gründung von Aktiengesellschaften nach europäischem Muster ermöglichen solle. Die europäischen Unternehmer hätten demnach die Wahl zwischen einer Gesellschaftsform nach bisherigem Recht und nach EWG-Recht.

Die französische Regierung meint, daß die Annäherung der verschiedenen Aktiengesetze innerhalb Europas, über die man sich zur Zeit in Brüssel den Kopf zerbricht, viel zeitraubender ist als die Schaffung eines neuen, einheitlichen Rechts.

Sowohl die Verbindung zwischen verschiedenen europäischen Firmen als die Gründung gemeinsamer Tochtergesellschaften könnten dadurch erleichtert werden.

Der französische Vorschlag ist auf den ersten Blick bestechend. Oder sollte sich die französische Regierung lediglich vor schwierigen Verhandlungen in Brüssel drücken wollen? Der Vorschlag aber verdient in jedem Fall Beachtung, nicht zuletzt als Zeichen des guten Willens zu einem vereinigten Europa. glp