Die Verwaltung der Dortmunder Actien-Brauerei, Dortmund, rechnet bei einigermaßen günstigem Sommerwetter mit einer weiteren Steigerung des Bierausstoßes. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 1964/65 (30. 9.) wurde ein Mehrausstoß von 7,3 Prozent erzielt. Die DAB konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 1963/64 den Ausstoß um 12,5 Prozent auf 1,55 (1,38) Millionen Hektoliter erhöhen. Die Hauptversammlung beschloß eine unveränderte Dividende von 13 Prozent, aber zusätzlich einen Bonus von 2 Prozent auf das aus Gesellschaftsmitteln um 4,9 auf 24,6 Millionen Mark erhöhte Aktienkapital.

Die Braunschweigische Staatsbank, Braunschweig, die vor 200 Jahren als „fürstliches Leyhaus“ gegründet wurde und heute zu den bedeutenden Regionalbanken zählt, hat im vergangenen Jahr ihr Bilanzvolumen kräftig, um fast 16 Prozent auf 2,88 Milliarden Mark, erhöhen können. Da der Zuwachs der Einlagen mit der Ausweitung des gesamten Kreditgeschäftes nicht Schritt hielt, hat sich die Liquidität des ältesten öffentlich-rechtlichen Kreditinstitutes verringert. Dank einer Kapitalerhöhung durch die öffentliche Hand um 10 Millionen Mark – der ersten seit Bestehen der Bank – stieg das Eigenkapital einschließlich der Zuweisung aus dem Gewinn in Höhe von 7,8 Millionen Mark auf 63,4 Millionen Mark, das entspricht 2,2 Prozent der Bilanzsumme.

Die Deutsche Hypothekenbank (Actien-Gesellschaft), Hannover und Berlin (Großaktionär: Berliner Handels-Gesellschaft), schlägt nach der Zuweisung von 2,9 Millionen Mark an die gesetzliche Rücklage eine Dividende von 16 Prozent vor. Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr um 256 Millionen auf 1,503 Milliarden Mark und der Umlauf an Schuldverschreibungen von 223 Millionen auf 245 Milliarden. Die langfristigen Ausleihungen stiegen um 213 Millionen auf 1,180 Milliarden Mark.

Die Deutsche Hypothekenbank, Bremen, deren Großaktionäre die drei Großbanken sind, konnte im Jahre 1964 ihre Bilanzsumme um 197,5 Millionen auf 1,45 Milliarden Mark erhöhen. Der Umlauf an Pfandbriefen und Kommunalschuldverschreibungen nahm um 173,7 Millionen Mark zu und stieg auf 1,225 Milliarden Mark. Da der Emissionsspielraum für Pfandbriefe im Jahre 1965 nicht mehr ausreichen dürfte, schlägt die Bank eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 4:1 um 4 Millionen auf 20 Millionen Mark zum Kurs von 180 Prozent vor. Nach Zuweisung von 5 Millionen an die gesetzliche Rücklage beträgt der Reingewinn 2,7 Millionen Mark. Hieraus werden 17 Prozent Dividende verteilt.

Mit einem Zuwachs um 12,4 Prozent auf 1,074 Milliarden Mark ist die Frankfurter Bank, Frankfurt, im vergangenen Jahre zum Bilanz-Milliardär geworden. Vorstandsmitglied Karl-August Klinge sagte hierzu, es handle sich hier um ein echtes Wachstum. In keinem Monat des vergangenen Jahres habe die Bilanzsumme unter der Milliardengrenze gelegen. Daher sei es auch nicht nötig gewesen, zum Jahresende mit „Window Dressing“ besondere Anstrengungen zu unternehmen. Unverändert 17 Prozent Dividende schüttet das Institut auf das Kapital von 26 Millionen Mark aus. Der Ausschüttungsbeirag wird, da nun das erhöhte Kapital gewinnberechtigt ist, gegenüber dem Vorjahre um 21 Prozent höher. Dennoch wurde, wie Klinge betonte, den stillen Reserven ein „nicht unbeträchtlich über dem Vorjahr liegender Betrag“ zugewiesen. Das Kreditvolumen stieg um 40,7 auf 586,5 Millionen Mark, wobei die Debitoren um 43,4 auf 297,5 Millionen Mark zunahmen. Auf der anderen Seite erhöhten sich die Einlagen um 81,4 auf 878,7 Millionen Mark.

Trotz eines wiederum lebhaften Neugeschäftes konnte die Braunschweig-Hannoversche Hypothekenbank, Hannover, ihr Bilanzvolumen nicht ganz so stark ausdehnen wie im Vorjahr. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 123,6 (133,4) Mill. DM auf 1,32 (1,19) Mrd. DM. Bereits 1963 war die Ausweitung des Geschäftsvolumens leicht hinter der des Vorjahres zurückgeblieben. Nach Abschreibungen und Wertberichtigungen – in Mill. DM – von 0,39 (0,26) sowie Zuführung von 5,79 (3,0) zu den Rücklagen verbleibt ein Gesamtgewinn von 2,54 (2,05). Die Verbesserung der Ertragslage ließ nach Angaben des Vorstandes eine Erhöhung der Dividende von 16 auf 17 Prozent zu. Mit Rücksicht darauf, daß vorerst keine Kapitalerhöhung geplant sei, könne der Hauptversammlung am 7. Mai ferner die Zahlung eines Bonus von 3 Prozent auf das Grundkapital von unverändert 12,0 vorgeschlagen werden. Durch die Zuführung zu den Rücklagen, die jetzt 30,55 (24,75) – das entspricht 260 (200) Prozent des Aktienkapitals – betragen, haben sich die Umlaufgrenzen für Pfandbriefe und Kommunal-Obligationen beträchtlich erhöht.

Erst müsse die freie, kostendeckende Miete zum Durchbruch kommen, stellte die Deutsche Pfandbriefanstatt, Wiesbaden, in ihrem Jahresbericht 1964 fest, ehe man Klarheit über den künftigen Bedarf an Wohnungen gewinnen könne. Immerhin sind in den letzten 16 Jahren mit einem Finanzierungsaufwand von über 180 Milliarden Mark gut 8,3 Millionen Wohnungen gebaut worden. Die Bevölkerung solle sich daran gewöhnen, sagte Präsident Lubowski, daß der Wohnungsaufwand in einer den veränderten Einkommensverhältnissen angepaßten Höhe zu den notwendigen Ausgaben gehöre. Das Neugeschäft seiner Anstalt war in den ersten zweieinhalb Monaten dieses Jahres um die Hälfte geringer als in der Vorjahreszeit. Im Jahre 1964 erhöhte die Pfandbriefanstalt ihren Bruttoabsatz noch auf 405 (391) Mill. DM. Da der Nettoabsatz auf 353 (326) Mill. DM stieg, wuchs der Umlauf an Pfandbriefen und Kommunalschuldverschreibungen auf 2,82 (2,47) Mrd. DM.