Die Deutsche Girozentrale – Deutsche Kommunalbank –, die bisher in Düsseldorf ihren Sitz hatte, wird künftig in Frankfurt a. M. domizilieren. Damit wird immer deutlicher, daß Frankfurt als Bankplatz die Nachfolgeschaft Berlins angetreten hat. Dem trägt jetzt auch die Deutsche Girozentrale Rechnung, die in das bisher von der Berliner Handels-Gesellschaft bewohnte Gebäude einziehen wird. Für den Umzug hat das Spitzeninstitut der 13 regionalen Girozentralen in der Gewinn- und Verlustrechnung für 1964 schon Vorsorge getroffen. Vom ausgewiesenen Jahresgewinn von 5,85 Millionen Mark wurden 5,1 Millionen den Rücklagen zugeführt, davon sind wiederum 4,5 Millionen für den Umzug nach Frankfurt vorgesehen. Gleichzeitig findet eine bedeutsame Änderung in den „Besitzverhältnissen“ statt. Im Zuge der Verdoppelung des bisherigen Eigenkapitals und der Rücklagen gibt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband – Körperschaft des öffentlichen Rechtes –, Berlin, die bisher ausgeübte „alleinige Führung“ ab. Er ist nach Durchführung der Transaktion nur noch zur Hälfte an dem haftenden Eigenkapital der Bank von nunmehr 90 Millionen beteiligt. Die andere Hälfte wird von den 13 Girozentralen übernommen. -ndt