Nicht aktionärsfeindlich

Auf der Hauptversammlung wurde der Verwaltung der Commerzbank AG von einem Vertreter der Opposition vorgeworfen, mit ihrer Dividendenpolitik (ständig 16 Prozent Dividende) aktionärsfeindlich zu sein. Dem entgegnete Vorstandsmitglied Ernst Rieche, daß sich der Gewinn 1964 nicht so günstig entwickelt habe, wie dies die Steigerung des Bruttoertrags vermuten lasse. Mit 16 Prozent hätte die Bank über 50 Prozent des Gewinns ausgeschüttet. Daß die Commerzbank nicht aktionärsfeindlich sei, so meinte Rieche, könne man an den Dividenden- und Gratisaktienvorschlägen bei Karstadt und Kaufhof ablesen, an deren Zustandekommen die Bank mitgewirkt habe.

Rheinpreussen wieder ohne Dividende

Der Aufsichtsrat der zum Bereich der Deutsche Erdöl-AG, Hamburg, gehörenden Rheinpreussen AG für Bergbau und Chemie mußte auf seiner Bilanzsitzung wieder einmal einen dividendenlosen Abschluß genehmigen. Die Bilanz für 1964 schließt mit einem "ausgeglichenen" Ergebnis ab. 1963 war ein Gewinn von 18 Millionen Mark ausgewiesen worden, mit dem der im vorangegangenen Jahr entstandene Verlust in gleicher Höhe getilgt wurde. Die Lage bei Rheinpreussen hat sich demnach wieder verschlechtert.

Kapitalerhöhung in Aussicht

Wie zu erwarten war, kam es auf der Hauptversammlung der Dresdner Bank zu ausgedehnten Debatten über die Politik der Bank ihren Aktionären gegenüber. Gefordert wurden höhere Dividenden, Gratisaktien und eine Kapitalerhöhung. Ein echtes Bezugsrecht auf junge Aktien stellte Vorstandsmitglied Ernst Matthiensen für die nahe Zukunft in Aussicht, also wohl für das nächste Jahr. Über Ausmaß und Konditionen wollte er noch nichts sagen. Die mehrstündige, teilweise stürmische Diskussion wurde teilweise noch von dem langjährigen Aufsichtsiatsvorsitzenden Carl Götz geleitet, der in diesem lahr im Alter von 80 Jahren den Vorsitz niederlegte und zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde.

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