"Die internationale Lage ist mehr als je dunkel und ungewiß, da neue schwere Bedrohungen das hohe Gut des Friedens in der Welt gefährden. Als ob die tragischen Erfahrungen der zwei Kriege, die die erste Hälfte unseres Jahrhunderts mit Blut getränkt haben, nichts gelehrt hätten, erleben wir heute in einigen Teilen der Welt eine furchterregende Verschärfung der Gegensätze unter den Völkern und sehen wir das gefährliche Spiel sich wiederholen, daß man – statt in Verhandlungen – in der Gewalt der Waffen seine Zuflucht sucht, um die Fragen zu lösen, die die streitenden Parteien auseinanderbringen. Das hat zur Folge, daß die Bevölkerung ganzer Nationen unsagbaren Leiden ausgesetzt ist, die durch Agitationen, Kleinkrieg und Kriegshandlungen verursacht wurden, die sich immer mehr ausweiten und stärker werden, und die jeden Augenblick einen neuen schweren Konflikt auslösen können.

Wir bitten darum alle Verantwortlichen des öffentlichen Lebens inständig, nicht taub zu bleiben für das einmütige Verlangen der Menschheit nach Frieden. Sie sollen tun, was in ihrer Macht steht, um den bedrohten Frieden zu bewahren. Sie sollen fortfahren, Gespräche und Verhandlungen auf allen Ebenen und zu allen Zeiten zu fördern und zu begünstigen, nur um die gefahrbringende Zuflucht zu den Waffen mit all ihren traurigen materiellen, geistigen und moralischen Folgen aufzuhalten.

Wir können nicht umhin, die Akte der Kleinkriege und des Terrors, die Praktiken der Geiselfestnahmen und der Vergeltungsschläge gegen unbewaffnete Zivilisten zu verurteilen. Dies sind Verbrechen, die nicht nur den Sinn von Fairness und Menschlichkeit ins Gegenteil verkehren, sondern die Herzen der Streitenden noch mehr mit Bitterkeit erfüllen.

Diese Ausschreitungen können die noch offenen Pfade zu gegenseitigem guten Willen blockieren oder doch zumindest die Verhandlungen erschweren, die, wenn sie offen und fair geführt werden, eine vernünftige Regelung bringen könnten."