In einigen Jahrzehnten werden sich die europäischen und außereuropäischen Urlaubsorte kaum noch voneinander unterscheiden. Die Entwicklung neigt dazu, Bungalowdörfer, Luxushotels, Cafés und Informationspavillons zu Ferien Zentren zu formieren, in denen sich die Urlauber – sorgfältig getrennt vom Alltagsleben des Landes und geschützt vor jeglichen Überraschungen, den angenehmen und unangenehmen erholen dürfen. Sight-Seeing-Tours auf vorgeschriebenen Routen sind eingeschlossen. Die Feriengäste haben’s bequem, und die Gastgeber machen sich’s bequem. Ein Zentralisations-Programm dieser Art will man jetzt auch in Indien verwirklichen: an ausgewählten Urlaubsorten (die Kovalam-Küste in Kerala, Ajanta-Ellora im Staate Maharashta, Konarak, Agra, Gulmarg, Goa und Marvanthe in Mysore) sollen Touristenzentren entstehen, die nach den Plänen eines technischen Stabes alle "notwendigen Einrichtungen für Unterkunft, Beförderung und Erholungsmöglichkeiten" enthalten. Lobenswert, aber wohl kaum zu verwirklichen ist der Anspruch, den die indische Abteilung für Fremdenverkehr erhebt: "Gleichzeitig wird eine harmonische Entwicklung angestrebt, um den ursprünglichen Charakter der zukünftigen Fremdenverkehrszentren nicht zu beeinträchtigen."