Von Werner Höfer

Das Haus ist bereits, wenn eine Bemerkung des Bundespressechefs völkerrechtlich bindende Kraft hat, eine "richtige" Botschaft: die Israel-Mission in Köln-Ehrenfeld. Der Hausherr ist noch nicht der "richtige" Botschafter, wenngleich Dr. Felix Eliezer Shinnar seit Jahr und Tag den ihm von seiner Regierung verliehenen persönlichen Rang eines Botschafters trägt.

"In diesem Zimmer, Herr Botschafter, wird einmal der erste diplomatische Vertreter Ihres Landes sitzen. Wie wird er heißen?"

"Das weiß ich nicht. Ich weiß nur, daß er nicht Felix Shinnar heißen wird."

"Wenn Ihr erster Botschafter in Köln einzieht, wird sich der erste Botschafter der Bundesrepublik in Tel Aviv einfinden. Wissen Sie seinen Namen bereits?"

"Ich höre, daß in Bonn einige Namen genannt werden. Es kann nicht meine Sache sein, auf die Entscheidung der Bundesregierung Einfluß nehmen zu wollen. Freilich wird mir die selbstverständliche Bemerkung gestattet sein, daß man bei der Wahl des ersten Botschafters, der Ihr Land in meinem Lande vertritt, hoffentlich die gleiche Sorgfalt walten läßt, die man bisher bei allen Verhandlungen beobachten konnte."

"Wird ‚unser Mann in Israel‘ mit besonderen Schwierigkeiten rechnen müssen?"