Kellog hat gesiegt

Die deutsche Tochtergesellschaft der amerikanischen Corn Products Company, die Deutsche Maizena Werke GmbH, stellt die Produktion von Corn Flakes ein. Offenbar ist dem Geschäft, das erst 1962 mit der Marke Argo aufgenommen wurde, der große Erfolg versagt geblieben. Die Preise, die im vergangenen Jahr kräftig um etwa ein Viertel heraufgesetzt worden waren, mußten Anfang dieses Jahres wieder gesenkt werden, als die Firma H. & J. Brüggen aus Lübeck als Außenseiter die Preise erheblich unterbot und der Konkurrent Kellog den Preis daraufhin reduzierte. Die Kellog-Leute können triumphieren: Außer ihnen ist dann im Markenartikelgeschäft für Corn Flakes nur noch die Quäker Oats Co tätig. Daneben produziert Brüggen markenlose Ware.

Rekord bei General Motors

Der größte Konzern der Welt, General Motors, erzielte im zweiten Quartal dieses Jahres einen Gewinn von 639 gegenüber 602 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie stieg von 2,11 auf 2,33 Dollar. Die Umsätze im ersten Halbjahr nahmen von 5,08 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 5,66 Milliarden Dollar zu.

Gescheiterte Fusion

Auf der im vergangenen Monat stattgefundenen Hauptversammlung der AG Brown, Boverie & Cie. (BBC) kündigte ihr Präsdent, D. Walter Boverie, die Fusion der Gesellschaft mit der Maschinenfabrik Oerlikon als unmittelbar bevorstehend an. Die Produktionsprogramme der beiden schweizerischen Gesellschaffen sind ziemlich gleichartig; ihre Verschmelzung würde nach übereinstimmender Meinung beiden Unternehmen wirtschaftliche Vorteile bringen. Dennoch sind die Verhandlungen jetzt geplatzt. In gereizten Erklärungen stellen sich beide Verwaltungen auf den Standpunkt, daß der wirtschaftliche Nutzen die Aufgabe der Selbständigkeit nicht rechtfertigen würde. Im Hintergrund steht bei Oerlikon offensichtlich der Verdacht, daß die schweizerische BBC bereits Oerlikon-Aktien besitzt und dadurch die Umtauschverhältnisse für die Hauptaktionäre von Oerlikon von vornherein ungünstig ausfallen würden.

Britische Restaurants in Deutschland

Eine Kette von 300 Lokalen will die Wimpy Europa N.V. Amsterdam, in den nächsten fünf bis sechs Jahren im Bundesgebiet eröffnen. Das Unternehmen, das eine Tochtergesellschaft der J. Lyons & Co., Ltd., London ist, wird die Restaurants von selbständigen Unternehmern, auch Einzelhändlern, betreiben lassen. Für ihre Hilfe bei der Einrichtung, die Benutzung des Markennamens und den gemeinsamen Einkauf wird das britische Unternehmen eine einmalige Lizenzgebühr von 4000 Mark und eine laufende Gebühr von 2,5 Prozent vom Nettoumsatz verlangen. Bei einer Lokalgröße von 50 bis 60 Sitzplätzen wird für den Unternehmer ein Kapital von etwa 100 000 Mark erforderlich sein.