Es gehört schon einige Phantasie dazu, sich die Summe der Kredite vorzustellen, die Banken und Sparkassen der Wirtschaft, der öffentlichen Hand und den privaten Haushalten gewährt haben. Ende Mai dieses Jahres betrugen die Ausleihungen fast 250 Milliarden Mark, das entspricht etwa zwei Drittel des Brutto – Sozialprodukts des vergangenen Jahres. Von 1955 bis 1964 ist das Kreditvolumen um 233 Prozent weitaus schneller gewachsen als das Sozialprodukt, das um 119 Prozent zunahm. Besonders stark haben die langfristigen Kredite zugenommen, die vor allem im Wohnungsbau und für die Investitionen der Gemeinden Verwendung fanden. Die kurzfristigen Ausleihungen haben sich etwa verdoppelt. Nicht weniger stark hat sich die Geldmenge bis 1965 ausgeweitet.