Manche Kraftfahrer werden recht unsanft durch einen Vollstreckungsbeamten daran erinnert, daß sie mit ihrer Kfz-Steuer im Rückstand geblieben sind. Die Finanzämter klagen allgemein über eine nachlässige Steuermoral der Autofahrer, seit nicht mehr Steuerbescheide unmittelbar vor den Fälligkeitsterminen versandt werden.

Berufene und Unberufene haben sich den Kopf zerbrochen, wie diesem Übelstand abzuhelfen sei, der weniger auf Zahlungsunwilligkeit, denn auf Nachlässigkeit zurückzuführen ist. Der einfache Weg – Steuerbescheide vor Fälligkeit – ist bei mehr als 10 Millionen Kraftfahrzeugen zu aufwendig. Was sich aber anbietet, wäre eine Erhebung der Kfz-Steuer mit der Versicherungsprämie, die ohnehin mit einer Rechnung eingezogen wird. Eine Scheu der Versicherungsgesellschaften, sich das Odium eines Steuerbüttels des Staates zuzuziehen, wäre unberechtigt; denn einmal fließt eine ganze Reihe von Verbrauchssteuern mit der Hilfe der privaten Wirtschaft in die Staatskasse, zum anderen führt die Versicherungswirtschaft ohnehin eine Versicherungssteuer an den Fiskus ab. rk.