Herbert Meyn: Die Deutsche Partei; Droste-Verlag, Düsseldorf; 168 Seiten, 28,– DM.

Die Deutsche Partei ist schon halb vergessen. Das bedeutet für den Historiker einen Gewinn: er kann ihre Geschichte mit größerer Unbefangenheit schreiben, als wenn die Partei noch im heftigen Kampfe gegen andere stünde. Unbefangenheit und Genauigkeit sind denn auch die Hauptvorzüge dieser Arbeit. Meyn nennt als Ursachen für das Scheitern der Partei zunächst die Schwächen in der Programmatik; den national-konservativen Grundcharakter ganz deutlich zu machen, sei nicht gelungen. Diese Schwächen, dazu die regionale Begrenzung hätten Skepsis nicht nur im allgemeinen bei den Staatsbürgern, sondern vor allem auch bei den Geldgebern hervorgerufen. Ohne Geld aber könne keine Partei bestehen. Verhängnisvoll sei dann der allgemeine Zug zum Zweiparteiensystem geworden. G. St.