Die Rentenlast wächst

In der Bundesrepublik werden an 13,2 Millionen Personen Renten oder Unterstützungen gezahlt. Fast jeder vierte Bundesbürger erhält also laufend Geld aus sozialen Kassen. Diese Zahl liegt um 2,8 Millionen, d.h. ein gutes Viertel, höher als 1953. Zwar ist die Zahl der Fürsorgeempfänger seither um 27 000 zurückgegangen, ebenso die Zahl der Kriegsopfer um 1,47 Millionen auf 2,78 Millionen. Auch die Zahl der Empfänger von Arbeitslosenunterstützung sank kräftig um 547 000 auf 150 000. Andererseits entfallen aber heute auf 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter schon 17 über 65jährige, während es vor dem Krieg nur 11 waren. Im Jahre 1980 werden es 23 sein.

Technische Hilfe für das Ausland

Von der Bundesrepublik sind 1964 für die Technische Hilfe an Entwicklungsländer rund 320 Millionen Mark aufgebracht worden. Das sind 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon gingen 21 Millionen Mark an europäische Länder, 93 Millionen Mark an afrikanische, 85 Millionen an asiatische, 60 Millionen an lateinamerikanische Länder. 62 Millionen Mark wurden überregional vergeben.

Preisindex kletterte schnell

Die verhältnismäßig starke Erhöhung des Preisindex für die Lebenshaltung vom Mai zum Juni 1965 um 0,9 Prozent (Vorjahr in den gleichen Monaten 0,1 Prozent) beruht ganz überwiegend auf Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln. Die ungünstige Witterung hat diese erheblich verteuert. Daneben fallen noch Preiserhöhungen für Heizung und Beleuchtung um 0,8 Prozent ins Gewicht, da vor allem Gas und elektrischer Strom teurer geworden sind.

Ruhepausen beachten!