Die Niedersächsische Landesbank-Girozentrale, Hannover, hat im vergangenen Jahr ihre Bilanzsumme, die auch das Geschäft der Landesbausparkassen enthält, um fast 10 Prozent auf 4,1 Milliarden Mark ausdehnen können. Vor allem die langfristigen Ausleihungen haben kräftig um 15 Prozent auf 2,2 Milliarden Mark zugenommen. Die kurzfristigen Kredite konnten um 10 Prozent auf 323 Millionen Mark erhöht werden. Durch Neuemissionen eigener Schuldverschreibungen kamen 238 Millionen Mark herein, im übrigen wurde das erweiterte Geschäft durch die Aufnahme langfristiger Darlehen (+ 123 auf 1289 Millionen Mark) finanziert. Aus dem Gewinn in Höhe von 11,6 Millionen Mark wurden 10 Millionen den Rücklagen zugewiesen, der Rest dient einer 5-prozentigen Verzinsung des Stammkapitals von 34 Millionen Mark.

Der derzeitige Auftragsbestand der Lenz Bau AG, Hamburg, ist bedeutend höher als zum gleichen Stichtag 1964. Wie Vorstandsmitglied Eduard Andreae mitteilte, sind die Erträge jedoch nicht im gleichen Umfang gestiegen. Trotzdem bleibe man bei der im Geschäftsbericht geäußerten Annahme, daß die Entwicklung des Geschäftsjahres 1965 sich befriedigend gestalten werde. Die Hauptversammlung beschloß, für 1964 eine Dividende von 17 Prozent zu verteilen, und zwar nach der Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien erstmalig in gleicher Höhe auf das gesamte Grundkapital von 6 Millionen Mark (1963: 16 Prozent auf 4,875 Millionen Stammaktien und 15,5 Prozent auf 1,125 Millionen Vorzugsaktien).

über 18 Prozent ihres Umsatzes erzielte die Hochtief AG, Essen, mit der Ausführung von Bauten im Ausland. Zu den Aufträgen, die die Gesellschaft dort ausführte, gehören unter anderem der Bau einer Nationalstraße in Paraguay, die Errichtung eines thermischen Kraftwerks im Irak, Hochbauten und ein Wasserkraftwerk in Afghanistan sowie die Beteiligung an den Bergungsarbeiten zur Rettung des Abu-Simbel-Tempels in Oberägypten. Während aber die Gesellschaft ihren Inlandsumsatz um 26 Prozent auf 625 Millionen Mark steigern konnte, blieb der Auslandsumsatz 1964 mit 113 Millionen Mark etwa auf der Höhe des Vorjahres.

In den Hauptversammlungen der National-Gruppe wurde für die National Allgemeine Versicherungs-AG und die Stettiner Rückversicherungs-AG eine unveränderte Dividende von 16 Prozent, für die National Lebensversicherungs-AG 12 Prozent beschlossen. Die Prämieneinnahme der National-Gruppe betrug im Geschäftsjahr 1964 146,9 Millionen Mark. Es entfallen auf National Allgemeine rund 1100 (99,0) Millionen, National Leben 28,8 (24,7) und Stettiner Rück 8,1 (7,1).

In der Hauptversammlung der Gladbacher Feuerversicherungs-AG wurde beschlossen, für 1964 eine Dividende von wieder 16 Prozent zu verteilen. Die Gesellschaft hat in allen Zweigen während der vorgangenen Monate des laufenden Jahres einen erheblich höheren Beitragszugang zu verzeichnen als im Vorjahr. Der Schadenanfall war normal.

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, die Bausparkasse der Volksbanken und Raiffeisenkassen und eine der größten im Bundesgebiet, war 1964 mit einem Neuzugang von 135 474 (1963; 112 199) Verträgen über 2,72 (2,11) Milliarden Mark Bausparsumme wiederum stark expansiv. Die Zuwachsquote im Neugeschäft blieb zwar mit 28,7 Prozent erheblich hinter der extrem hohen, von Sondereinflüssen bestimmten Quote von 45,9 Prozent des Jahres 1963 zurück, sie lag jedoch wiederum beträchtlich über der durchschnittlichen Zuwachsquote der 16 privaten Bausparkassen im Bundesgebiet. Der Marktanteil der "Schwäbisch Haller" ist dadurch auf 21,6 (20,9) Prozent gestiegen. Die Eigenmittel der Bausparkasse mit dem Grundkapital von 10 Millionen Mark belaufen sich nunmehr auf 46 (37,5) Millionen. Es wird wieder eine Dividende von 8 Prozent ausgeschüttet.

Kurz und knapp "befriedigend" nennt die Landesbank und Girozentrale Schleswig-Holstein, Kiel, die Ertragslage des vergangenen Jahres. Dabei konnte der Gewinn um acht Prozent auf 10,1 Millionen Mark erhöht werden. Sieben Millionen Mark wandern in die Rücklagen, die nun mit 40 Millionen Mark zwei Drittel des Stammkapitals erreichen. Das Kreditvolumen der Bank hat sich 1964 um fast zwölf Prozent auf 3,33 Milliarden Mark erhöht. Die langfristigen Ausleihungen sind daran mit 1,96 Milliarden Mark beteiligt, die Debitoren erreichen 373 Millionen Mark.