Nach Ablauf eines Ultimatums gingen sudanesische Regierungstruppen zum Angriff gegen die Negerrebellen im Süden des Landes vor. Über den Erfolg ihrer Offensive liegen keine verläßlichen Meldungen vor. Immerhin wurde die Grenze nach Uganda abgeriegelt, nicht jedoch zum Kongo.

Lange Zeit ging der Waffentransit für die Kongo-Rebellen durch den südlichen Sudan. Ein Teil der Waffen fiel dabei in die Hände der sudanesischen Rebellen, die für eine Autonomie oder eine Sezession der drei Süd-Provinzen kämpfen.

Neuerdings besteht in Karthum der Verdacht, daß die Regierung Tschombe, sozusagen aus Revanche, die Rebellen im Sudan mit Waffen versorgt, die sie zuvor den Kongo-Rebellen abgenommen haben. Es sollen sogar weiße Söldner an der Seite der Rebellen gesehen worden sein. Die Südsudanesen ihrerseits behaupten, die Bombenflugzeuge der Regierung würden von britischen Piloten geflogen.

Nach katholischen Quellen wurden bei den letzten Kämpfen zwischen den Moslems aus dem Norden und den Christen im Süden mehr als 1400 Menschen getötet.