Sieben Hersteller und Vertriebsfirmen der Uhren- und Schmuckwarenindustrie sind mit der Uhren-Weiss GmbH eine Verbindung eingegangen. Sie haben zusammen eine neue Gesellschaft, die Uhren-Weiss GmbH & Co, KG, München, gegründet. Sie wird ab 1. Januar 1966 ihre Tätigkeit als Nachfolgerin der Uhren-Weiss GmbH aufnehmen. Mit dieser neuen Gruppierung hofft der Finanzmakler Rudolf Münemann, der die Stimmrechtsmajorität der neuen Gesellschaft im Besitz-hat, ein breites Sortiment sichern zu können. Im vergangenen Jahr hatte die Uhren-Weiss GmbH ohne Konzernlieferungen etwa 25,8 Millionen Mark umgesetzt. Uhren-Weiss unterhält 46 Filialen in der Bundesrepublik und sieben im Ausland.

Listige Privatisierung

Die Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen AG (VEW), Dortmund, schlägt ihrer Hauptversammlung vor, für die vorhandenen Namensaktien ein dreifaches Stimmrecht und daneben ein genehmigtes Kapital von 100 Millionen Mark zu schaffen. Die neuen Aktien sollen nur einfaches Stimmrecht besitzen und an private Aktionäre verkauft werden. Der Hintergrund: Die bisherigen kommunalen Aktionäre haben nicht genügend Geld, um der VEW die erforderlichen Investitionsmittel zur Verfügung zu stellen. Dazu braucht man privates Kapital. Um aber die eigene Stimmrechtsmajorität nicht zu gefährden, billigen sich die Kommunen das dreifache Stimmrecht zu. Eine Teilprivatisierung, wie sie nicht sein soll!

Törichte Aktionäre

Nach zwei dividendenlosen Jahren wird die llseder Hülle, Peine, auch für 1965 keinen ausschüttungsfähigen Gewinn erwirtschaften. Das wurde den Aktionären auf der Hauptversammlung vom Vorstand in aller Deutlichkeit gesagt. Welchen Sinn unter diesen Umständen die Forderung des Akfionärsvereins der Ilseder Hütte nach Berichtigungsaktien im Verhältnis 10:1 haben sollte, ist schwer verständlich. Offenbar hofft man sich davon günstige Auswirkungen auf den inzwischen bis nahe 80 Prozent gesunkenen Kurs. Aber man soll Kapitalanleger nicht für dumm verkaufen wollen. 10 ertraglose Aktien werden nicht dadurch wertvoller, indem man daraus einfach 11 macht. Auch die Forderung, aus den Rücklagen eine Dividende auszuschütten, war fehl am Platz. Wer so hohe Schulden hat wie die llseder Hütter, muß jeden Pfennig in der Kasse behalten, um zu überleben.

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