Weltbevölkerung wuchs um 45 Prozent

Nach Berechnungen der UNO hat die Weltbevölkerung (außerhalb der Sowjetunion) von 1938 bis 1963 um 45 Prozent zugenommen. In der gleichen Zeit stieg die Produktion von Nahrungsmitteln und Rohstoffen um 67 Prozent. Noch stärker nahm die Erzeugung industrieller Fertigwaren zu (226 Prozent), und der Welthandel mit diesen Gütern erhöhte sich sogar um 250 Prozent. Insgesamt gesehen ist die Weltbevölkerung trotz ihres starken Wachstums also nicht ärmer geworden.

Die Angestellten zahlen am meisten

Der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen (für Mitglieder mit sofortigem Anspruch auf Barleistungen) betrug am 1. 4. 1965 im Durchschnitt aller Kassen 9,8 Prozent des Grundlohns und ist damit gegenüber dem Herbst vergangenen Jahres leicht gestiegen. Die höchsten durchschnittlichen Beitragssätze hatten die Ersatzkassen für Angestellte (11,5 Prozent) und die knappschaftlichen Krankenkassen (10,7 Prozent). Auch bei den Ortskrankenkassen (9,9 Prozent), den Betriebskrankenkassen (9,7 Prozent) und den Arbeiterersatzkassen (9,9 Prozent) war der allgemeine Beitragssatz im Durchschnitt noch relativ hoch. Nur bei den Innungs- und Landkrankenkassen sowie bei der See-Krankenkasse lag der Wert unter dem Durchschnitt aller Kassen.

Zahlungsunfähige Krankenkassen

Die staatlichen italienischen Krankenkassen stehen mit ihren Medikamentenrechnungen bei den Apotheken hoch in der Kreide. Bei der größten dieser Kassen, der INAM, über die 70 Prozent aller Arzneimittel abgerechnet werden, warten die Apotheken teilweise heute noch auf die Begleichung ihrer Februar-Rechnungen. Sie haben daher angekündigt, daß sie die Heilmittel bald nicht mehr kostenlos an die Patienten abgeben. Die Kassen machen den Staat für diese Situation verantwortlich. Die Regierung hatte die Krankenkassenbeiträge ermäßigt und zugesagt, die Einnahmeverluste aus Steuergeldern auszugleichen. Auf diese Gelder warfen die Kassen bis heute vergeblich.

Schutzgesetze belasten den Haushalt