Durch Neuzugang von 374 000 Versicherungen erhöhte sich die Versicherungssumme der Alfe Volksfürsorge Gewerkschaftlich-Genossenschaftliche Lebensversicherungs-AG, Hamburg, im vergangenen Jahr um mehr als 1 Milliarde auf 5,9 Milliarden Mark. Die Zahl der Verträge stieg dabei auf 4,4 Millionen an. Den Beitragseinnahmen in Höhe von 342 Millionen und den Vermögenserträgen von 95,3 Millionen standen Auszahlungen für Versicherungsleistungen von 124 Millionen Mark gegenüber.

Der Stückzahl nach lag der Neuzugang an Versicherungsverträgen bei der Magdeburger Allgemeine Lebens- und Renten-Versicherungs AG, Hannover, im letzten Jahr mit 17 235 Versicherungen um 31 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Die Versicherungssumme erhöhte sich demgegenüber nur um 26 Prozent. Der gesamte Versicherungsbestand stieg 1964 um über 17 Prozent auf rund 659 Millionen. Auf das eingezahlte Grundkapital von 0,9 Millionen Mark wird eine Dividende von 12 Prozent verteilt.

Bei der Raiffeisen- und Volksbanken-Versicherung, Lebensversicherungsgesellschaft aG., Wiesbaden, lag der Neuzugang an beantragten Versicherungen im Geschäftsjahr 1964 um mehr als 42 Prozent über dem des Vorjahres. Der Versicherungsbestand des selbst abgeschlossenen Geschäfts erhöhte sich bis zum Jahresende von 1,9 auf 2,3 Milliarden Mark (22 Prozent). Die Beiträge daraus stiegen um 23,5 Prozent auf über 93 Millionen. Demgegenüber erhöhten sich 1964 die Beitragseinnahmen aus dem Gesamtgeschäft bei der Raiffeisen- und Volksbanken-Versicherungen, Allgemeine Versicherungs AG, Wiesbaden, nur um 14 Prozent. Gleichzeitig sank die Bruttoschadensquote auf 58 Prozent (Vorjahr 59,4).

Die Kapitalanlagen der Deutscher Lloyd Lebensversicherung: AG, München, erhöhte sich 1964 um 51,3 Millionen auf 349 Millionen Mark. Ihr Durchschnittsertrag stieg leicht auf 6,72 Prozent an. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Versicherungssumme durch Neuzugang um knapp 227 Millionen, so daß der Bestand von 551 000 Verträgen mit einer Gesamtversicherungssumme von 1,25 Milliarden Mark erreicht wurde. Die Dividende auf das bisherige Kapital von 2 Millionen beträgt unverändert 16Prozent. Daneben wird die Kapitalerhöhung um 1 Million Mark zur Hälfte aus Gesellschaftsmitteln vorgenommen.

Der konjunkturelle Aufschwung führte bei der Deutsche Bau- und Bodenbank AG, Berlin-Fankfurt/Main, 1964 zu einer verstärkten Kreditnachfrage. Der Gesamtbetrag der im Berichtsjahr neu zugesagten Kredite belief sich auf 651,0 (620,5) Millionen Mark. Das Geschäftsvolumen des Instituts, bestehend aus den Bilanzsummen der Deutschen Bau- und Bodenbank AG und der arbeitsmäßig von ihr betreuten Gesellschaften – der Terrain-AG Herzogpark, der Berliner Bau- und Bodenbank AG sowie der bundeseigenen Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten (Öffa) – einschließlich des in der Bilanz nicht ausgewiesenen Treuhandvermögens betrug zum Bilanzstichtag 2,767 (2,062) Milliarden Mark. Als Dividende für das Geschäftsjahr 1964 wurden wieder sechs Prozent auf 18 Millionen Grundkapital verteilt. Das Grundkapital wird zu pari auf 20 Millionen aufgestockt.

Die Auftragslage der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft, der zweitgrößten Werft Schleswig-Holsteins, hat sich 1964 wesentlich verbessert. Dadurch ist die Werft bis Anfang 1967 ausreichend beschäfigt. Das Kapital der Flensburger Schiffbaugesellschaft von 6,6 Millionen Mark befindet sich zu 60 Prozent in holländischem Besitz und zu 25 Prozent bei der Stadt Flensburg. Die ausgewiesenen Umsatzerlöse haben sich 1964 auf 29,88 (37,89) Millionen Mark verringert. Die Erfolgsrechnung schließt mit einem Überschuß von 44 000 Mark, der zur Tilgung des Verlustvortrages verwendet wird.

Die Handelsgesellschaft des GHH-Konzerns Ferrostaal AG, Essen, hat 1964 eine kräftige Umsafzzunahme zu verzeichnen. Mit 974 (745) Millionen Mark rückt sie dem Kreis der Umsatzmilliardäre bedeutend näher. Allerdings betonte Vorstandsvorsitzender Dr. Dietrich Wilhelm von Menges, daß 1965 nicht mit einer weiteren Umsatzsteigerung zu rechnen sei. An die Konzernkasse führt die 100prozentige GHH-Tochter wiederum vergleichsweise wenig, nämlich 4,20 nach 4,13 Millionen ab. 0,85 Millionen werden den Rücklagen zugewiesen.