Der Machtkampf zwischen dem griechischen König Konstantin und dem Ex-Ministerpräsidenten Papandreou drohte am vorigen Freitag in einen Bürgerkrieg auszuarten. Etwa 5 000 Anhänger Papandreous, die gegen die Ernennung des neuen Ministerpräsidenten Elias Tsirimokos protestierten, lieferten der Polizei in Athen eine regelrechte Straßenschlacht. Teerfässer und Barrikaden wurden auf den Straßen verbrannt.

Der Sohn Papandreous hat einen Volksaufstand angedroht. Ehe sich die neue Regierung, die einem Sozialisten und ehemaligem Parteifreund Papandreous anvertraut wurde, dem Parlament zur Vertrauensabstimmung stellte, erließ sie ein striktes Demonstrationsverbot. Unzuverlässige Sicherheitsbeamte wurden abgesetzt. Warnend sprach der Premier im Parlament von der Armee als der "großen Schweigenden".