Donald Stephens, malaysischer Minister für den Teilstaat Sabah auf Nordborneo, ist aus Protest zurückgetreten, weil er vor dem Ausscheiden des Stadtstaates Singapur aus der Föderation nicht befragt wurde. Die Chancen für ein Verbleiben der Borneo-Staaten Sabah und Sarawak in der Föderation werden auf 50:50 geschätzt.

Harold Wilson, britischer Premierminister, hofft bei der UN-Vollversammlung im Herbst, eine Gipfelkonferenz mit Johnson und Kossygin zustandezubringen.

Johann Lotz, deutscher Pferdezüchter am Nil, wurde wegen angeblicher Tätigkeit für den israelischen Geheimdienst von einem Gericht in Kairo zu lebenslänglich Zuchthaus verurteilt. Seine Frau erhielt wegen Beihilfe drei Jahre Gefängnis. Ein mitangeklagter Vertreter der Firma Mannesmann wurde freigesprochen.

Ernesto Guevara, Mitstreiter und Minister Fidel Castros, seit dem Frühjahr den Blicken der Öffentlichkeit entrückt, soll nach unbestätigten Angaben der dominikanischen Militärjunta während der ersten Revolutionstage in Santo Domingo gefallen sein.

Juan Perón, in Madrid lebender argentinischer Ex-Diktator, hat zum erstenmal öffentlich resigniert. In einem Gespräch mit einem jungen Politiker seines Landes meinte er, die Herrschaft der 50–70jährigen sei vorbei. Perón wird im Oktober 70.

Mustafa el Nahas, von 1930 bis 1952 einer der führenden ägyptischen Politiker, starb im Alter von 89 Jahren in Kairo. Nahas Pascha sicherte Ägypten 1936 die Unabhängigkeit von England und forderte schon vor dem Putsch Nassers den Rückzug der Briten aus der Suezkanalzone.