Trotz Batterieschadens im Weltraumschiff "Gemini 5" setzten die amerikanischen Astronauten Gordon Cooper und Charles Conrad ihre auf eine Woche geplanten Erdumkreisungen fort. US-Elite-Einheiten zerschlugen ein Vietcong-Regiment. Dwight D. Eisenhower erklärte sich mit der Vietnam-Politik des Präsidenten Lyndon B. Johnson solidarisch. Konrad Adenauers Bemerkungen über die amerikanische Abrüstungspolitik belebten den Bundestagswahlkampf.

Von sechs lebenslänglichen Zuchthausstrafen bis zu drei Freisprüchen reichten die Urteile im Frankfurter Auschwitzprozeß. Heftige Demonstrationen begleiteten den Akkreditierungs-Besuch des Bonner Botschafters Rolf Pauls beim israelischen Staatspräsidenten Salman Schasar. Der ägyptische Staatspräsident Gamal Abdel Nasser und sein saudiarabischer Kontrahent König Faisal vereinbarten in Dschidda einen Waffenstillstand im jemenitischen Bürgerkrieg. Die DDR und Syrien vereinbarten den Austausch von Generalkonsulaten. Der ägyptische Vizepräsident Hassan Ibrahim besuchte Ostberlin. Die aus Tansania abberufenen deutschen Marineausbilder wurden durch Holländer ersetzt.

Der Vorschlag der DDR zur Passierschein-Regelung wurde vom Bundeskabinett zurückgewiesen. Noch vor der Begegnung zwischen dem Bundeskanzler und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin kamen Senatsrat Horst Korber und Zonen-Staatssekretär Michael Kohl zweimal zu Gesprächen zusammen. Der Westberliner Journalist Heinz Kersten alias Herbert König wurde mit anderen amnestierten politischen Häftlingen aus der DDR in die Bundesrepublik entlassen. Der Ostberliner "Distel"-Star Ingrid Ohlenschläger entschloß sich nach der Rückkehr von einem Balkan-Urlaub zum ständigen Aufenthalt in der Bundesrepublik.

Ein Oberstleutnant und ein Wehrmachtsangestellter wurden in Stuttgart wegen des Verdachts der passiven Besiedlung zugunsten wehrunwilliger Musterungskandidaten verhaftet. Die Delegierten der Genfer Abrüstungs-Konterenz unternahmen einen Wochenend-Ausflug nach Italien, Papst Paul VI. richtete einen neuen Friedens-Appell an die Welt. Nach seiner Rückkehr aus Peking deutete der französische Kulturminister André Malraux chinesische Weltherrschaftspläne an.

Ungeachtet schwerer Unruhen in Athen berief König Konstantin einen abtrünnigen Papandreou-Anhänger zum neuen Regierungschef. Die Sowjetunion bot einer türkischen Wirtschaftsdelegation die Ausrüstung für mehrere Fabriken an. Im nächsten Jahr sollen die sowjetischen Personenkraftwagen erheblich billiger werden. Einige britische Automobilbelriebe gingen zur Kurzarbeit über. Infolge des Todes eines Abgeordneten verringerte sich die Labour-Mehrheit im Unterhaus auf zwei Stimmen.

Als Erlös aus der Veba-Privatisierung nahm Bundesschatzminister Werner Dollinger einen Scheck über fast 312 Millionen DM entgegen. Die Veba-Volksaktie verzeichnete an den Börsen eine leicht sinkende Tendenz. Zum erstenmal nahmen die Steuerkassen des Bundes im Juli weniger ein als im gleichen Vorjahrsmonat. Die Spitzenverbände des deutschen Kreditgewerbes beschlossen eine Anhebung der Sparzinsen vom 1. Oktober an. Zum erstenmal seit 17 Jahren ging der Zigarettenverbrauch in den USA zurück. Die französische Regierung beschloß eine zweiprozentige Erhöhung der Beamtengehälter.

Die Stuttgarter Zeitschrift "Zeitung" stellte ihr Erscheinen ein. Der Süddeutsche Verlag übernahm ein Drittel der Anteile am Verlag der "Stuttgarter Nachrichten". An die Universität Konstanz wurden der Tübinger Professor Ralf Dahrendorf und sein Erlanger Kollege Waldemar Besson berufen. Wegen Beteiligung an Studentendemonstrationen wurden drei spanische Universitätsprofessoten entlassen und zwei suspendiert.

Der Schauspielerin Tilla Durrieux wurden in Berlin zu ihrem 85. Geburtstag enthusiastische Huldigungen dargebracht. Brigitte Bardot wurde nach einer Akt-Sitzung von dem mexikanischen Maler Juan Blanco als "nach lateinamerikanischen Maßstäben etwas mager" beurteilt. Als Vertreterin Liechtensteins wurde in Cortina Ira von Fürstenberg zur "Lady Europa" gekürt.