Mehr als die Hälfte der rund 40 Milliarden Mark Aktien und über 90 Prozent aller "umlaufenden" 86 Milliarden Mark festverzinslicher Wertpapiere lagen Ende vergangenen Jahres in den Depots der deutschen Banken und Sparkassen. Das ergab eine Untersuchung der Deutschen Bundesbank, die erstmals zu erfassen sucht, in wessen Händen sich die deutschen Aktiengesellschaften befinden und wer die langfristige Verschuldung der öffentlichen Hand und der Wirtschaft finanziert. Zunächst: 55 Prozent aller Aktien und festverzinslicher Papiere liegen in den Kundendepots der Banken. Die Kreditinstitute selbst haben sich mit 30,7 Milliarden Mark festverzinslicher Werte und mit schätzungsweise 3 Milliarden Mark Aktien stärker in Renten engagiert. Damit gehören ihnen rund 40 Prozent der Rentenwerte und etwa acht Prozent der Aktien. So zuverlässig die Rentenstatistik auf Grund der Erhebungen sein mag, so wenig Klarheit besteht über die Eigentumsverhältnisse von 15 Milliarden Mark Nennwert Aktien, die nicht bei Kreditinstituten deponiert sind. Hier handelt es sich vor allem um Beteiligungen, auch solche ausländischer Firmen, sowie um bedeutenden Dauerbesitz, den die Eigentümer selbst verwalten.