Tödliche Prophezeiung

Eine wissenschaftliche Erklärung für den seltsamen Tod einer 43jährigen Frau, die nach einer harmlosen Operation just in dem Jahr starb, das ihr, als sie fünf Jahre alt war, eine Wahrsagerin als Todesjahr prophezeit hatte, gibt die englische Zeitschrift "New Scientist" (17. August).

Der Fall war von der Greenfall Medical Mission, Ottawa, berichtet worden. Die Patientin hatte eine Stunde nach einem völlig normal verlaufenen kleinen chirurgischen Eingriff an der Harnblase einen Schock erlitten und starb an einer massiven Nebennieren-Blutung. Daraufhin fragten die kanadischen Ärzte in einem Brief an das British Medical Journal bei Kollegen an, ob sie jemals von einem Todesfall unter ähnlichen Umständen erfahren hätten. "Wir überlegen uns nämlich", schrieben die Doktoren, "ob die starken emotionellen Spannungen zusammen mit dem physiologischen Streß diesen Tod herbeigeführt haben."

Der "New Scientist" gibt die folgende Erklärung: Wenn ein Gewebe besonders aktiv wird, braucht es mehr Blut. Dieser Mehrbedarf wird durch eine neuronal und hormonal gesteuerte Erweiterung der Blutgefäße befriedigt. Es ist daher nicht ausgeschlossen, daß die Überzeugung der Patientin, sie müsse jetzt sterben, zusammen mit der physischen Belastung durch die Operation zu einer extremen Vergrößerung der Nebenniere geführt hat, der dieses Organ nicht mehr standhalten konnte. Die Folge war jene fatale Blutung.

Das sich aus diesem Fall ergebende juristische Problem: Könnte die Wahrsagerin, falls sie noch lebt, des Mordes beschuldigt werden?

Macht DDT dumm?

Die Frage, ob das über unsere Nahrungsmittel in den Organismus gelangende Pflanzenschutzmittel DDT nicht auf die Dauer die Lernfähigkeit des Menschen beeinträchtigt, ist ohne Zweifel berechtigt und sollte wissenschaftlich erforscht werden."