Von Rosemarie Winter

Der deutsche Bädertag in Westerland behandelte die Sorgen der deutschen Heilbäder und Kurorte, die sie trotz des ständig zunehmenden Fremdenverkehrs haben. Von den Möglichkeiten, der Sorgen Herr zu werden, sprechen wir heute, nachdem wir in der letzten Ausgabe ein Schweizer Heilbad schilderten, denn mehr und mehr deutsche Kurgäste besuchen ausländische Bäder.

Die Schlange schiebt sich langsam vorwärts, zehn Zentimeter in der Minute. Ich habe mich angestellt, um in den Besitz einer Kurkarte des Staatsbades Wildbad im Schwarzwald zu gelangen.

Wie die Reihe an mir ist, sind 95 Minuten vergangen. Für 35 Mark – das ist der mittlere Kurtaxpreis westdeutscher Bäder – erhalte ich meine Karte.

Draußen die Kette der Kraftwagen. Aber ringsum steigen die Schwarzwaldhöhen auf, Waldesduft verheißend, das hübsche Städtchen mitleidvoll umarmend.

Wildbad schickt sich an, ein neueres, größeres, schöneres, moderneres Staatsbad zu werden.

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