Rauchharte Fichten

Durch Anpflanzung rauchharter Nadelbäume will sich die deutsche Forstwirtschaft künftig vor Schäden durch Industrieabgase schützen. Die Ertragsausfälle, die in jedem Jahr insbesondere durch das in den Abgasen enthaltene Schwefeldioxyd entstehen, werden auf 20 Millionen Mark geschätzt.

Den Weg zu rauchharten Fichten hat jetzt de Bayerische Forstliche Forschungsanstalt in München gezeigt. Von einzelnen Bäumen im Ruhrgebiet und aus der Umgebung einer Aluminiumfabrik in Oberbayern, die sich als rauchgasresistent gezeigt hatten, holten sich die Blumzüchter Pfropfreiser und veredelten damit Fichtenschößlinge. Als die Bäumchen Schwefeldioxyd-Dämpfen ausgesetzt wurden, vertrugen sie das Doppelte bis Dreifache der Giftkonzentiation, die normale Fichten gerade noch ohne Schaden aushielten.

Aufregung erhöht die Infektionsgefahr

Psychische Belastung (Streß) setzt die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen Virus-Infektionen herab. Diesen langgehegten Verdacht eihärteten Experimente, die Dr. Shueh-Sen Chang, ein japanischer Stipendiat der amerikanischen „National Academy of Sciences“, und Professor A. F. Rasmussen an der Universität von Kalifornien in Los Angeles durchführten.

Mäuse wurden mit Viren (Polyomia) infiziert, de bei diesen Tieren Tumoren hervorrufen. Dabei traten die Krebsgeschwülste bei Mäusen, die einem Streß ausgesetzt worden waren, wesentlich hiufiger auf als bei solchen, die ungestört in ihren Käfigen lebten. Die psychische Belastung bestand sowohl aus einer Dauerberieselung mit einem Geräusch hoher Intensität als auch aus einem Zwang, der auf die Tiere ausgeübt wurde – sie kannten nur auf komplizierten Bahnen durch ihre Käfige laufen, denn sobald sie vom Wege abwichen, erhielten sie einen elektrischen Schlag.

Die physiologische Untersuchung ergab: Mäuse, die unter dem Streß zu leben hatten, bildeten zwar nach der Infektion im gleichen Maße Antikörper wie die anderen. Doch der Körper der psychisch belasteten Tiere produzierte auffallend weniger Interferon.