Von Elisabeth von Plessen

Er wollte eigentlich Dirigent werden. Dann Pianist. Und dabei blieb es.

Christoph Eschenbach, der erst 25jährige Pianist aus Hamburg, gilt mit Recht als ungewöhnlich begabt. 1940 wurde Eschenbach in Breslau geboren. Im Alter von acht Jahren begann er Klavier zu spielen. In den ersten Jahren unterrichtete die Mutter, Klavierpädagogin von Beruf. Sie zeigte dem Sohn das Wie und Wo auf den Tasten und führte ihn ein in die Anfänge der Kunst. Bis der junge Eschenbach 1950 auf eine Empfehlung von Eugen Jochum nach Hamburg zu Eliza Hansen kam. Sie bildete ihn weiter aus.

Eschenbach spielte auf Steinway-Wettbewerben für Kinder, holte sich dort erste Preise und nahm als Dreizehnjähriger am Internationalen Münchner Wettbewerb der Rundfunkanstalten teil – wegen seiner Jugend außer Konkurrenz. Er bekam einen Sonderpreis.

1956 zog die Familie aus Norddeutschland ins Rheinland, nach Aachen. Noch während seiner Gymnasialzeit ging Eschenbach an die Staatliche Musikhochschule Köln und lernte dort bei dem Klavierpädagogen H. Schmidt weiter.

1959 gewann er beim Wettbewerb der Deutschen Hochschulen den ersten Preis. Zwischen mündlichem und schriftlichem Abitur.

Nach Beendigung der Schulzeit ging er zurück nach Hamburg an die Hochschule für Musik, wo er in der Pianistenklasse von Eliza Hansen studierte.