Lohnt sich der freie Beruf? Diese Frage läßt sich in ihrem materiellen Aspekt nicht allgemein beantworten, da die Einkommen der Selbständigen nach der Art des gewählten Berufes sehr unterschiedlich sind. Bei den in unserer Graphik zugrunde gelegten Zahlen handelt es sich um die durchschnittlichen Einkommen aus selbständiger Tätigkeit, ohne Nebeneinkünfte aus Kapitalvermögen, Vermietung oder einer abhängigen Nebenbeschäftigung und nach Abzug der steuerlich anerkannten Sonderausgaben und Freibeträge. Hiernach haben die Ärzte das höchste jährliche Einkommen, gefolgt von den Wirtschaftsberatern und Rechtsanwälten. Hinter diesem Durchschnittseinkommen verbirgt sich allerdings, daß etwa fünf Prozent der Ärzte, acht Prozent der Zahnärzte, zehn Prozent der Rechtsanwälte und vierzehn Prozent der Architekten 1961 ein Einkommen von weniger als 8000 Mark hatten. Auf der anderen Seite hatten 3,5 Prozent der Ärzte, 0,4 Prozent der Zahnärzte, 6 Prozent der Rechtsanwälte und 3,6 Prozent der Architekten ein Jahreseinkommen von mehr als 100 000 Mark. In diesen Berufen verfügt aber die Mehrzahl der Selbständigen über ein Einkommen, das zwischen 25 000 und 50 000 Mark im Jahr liegt. 1954 hatten dagegen erst die Hälfte der Ärzte und ein Fünftel der Zahnärzte ein Einkommen von mehr als 16 000 Mark im Jahr.