Das Bonner „Streich-Quartett“ empfahl eine Erhöhung der Brannt- und Schaumweinsteuern und der Bundesbahntarife. Trotz des Sparprogramms einigte man sich in Bonn doch noch auf eine Erhöhung der Beamtengehälter um 4 Prozent vom 1. Januar 1966 an. Der Zentralrat der Deutschen Bundesbank beschloß für den Dezember eine Senkung der Mindestreserve um 9 Prozent. Als Nachfolger Karl Schillers wählte das Berliner Abgeordnetenhaus Karl König zum Wirtschaftssenator.

Bei den Parlamentswahlen in Kanada und Portugal blieben die Machtverhältnisse fast unverändert. Nach der Wahl in Israel lehnte David Ben Gurion das Angebot Levi Eschkols zur Rückkehr in die Mapai-Partei ab. Bei geringer Wahlbeteiligung brachten die Gemeindewahlen in Baden-Württemberg in den Großstädten den größeren Parteien im allgemeinen und der CDU im besonderen leichte Gewinne. Die rechtsradikale NPD focht die Bundestagswahl an.

22 Tage vor seinem 75. Geburtstag stellte sich Charles de Gaulle wieder zur Wahl. Ex-Präsident Dwight Eisenhower erlitt einen leichten, die belgische Königinmutter einen schweren Herzanfall.

Mit Aldo Moro besuchte zum erstenmal ein italienischer Ministerpräsident die Republik Jugoslawien. Wegen der Wiener Koalitionskrise wurde der Amerika-Besuch des österreichischen Bundeskanzlers Josef Klaus verschoben. 118 nach dem Krieg in die USA ausgewanderte deutsche Raketenforscher feierten eine Wiedersehensparty in Alabama.

Mit neuen Raketen und alten Appellen beging Moskau den 48. Jahrestag der bolschewistischen Revolution. Sowjetische Jung-Akademiker besuchten in Koblenz die Schule für Innere Führung der Bundeswehr. Nach größeren Weizeneinkäufen tätigte die DDR in den USA auch ein Maisgeschäft über 12 000 f.

Die Haltung des indonesischen Präsidenten Sukarno zum Kommunismus blieb undurchsichtig. Die japanische Regierung erklärte sich zu Hilfeleistungen für Indonesien bereit. Eine Gruppe südkoreanischer Freiwilliger wurde in Südvietnam versehentlich von amerikanischen Bomben getroffen. Die Amerikaner begannen mit der systematischen Bekämpfung der von der Sowjetunion gelieferten Luftabwehrraketen im Räume Hanoi. Durch Vermittlung der Schweizer Botschaft in Havanna wurde zwischen den USA und Kuba ein Flüchtlingsabkommen vereinbart.

Wegen des Konflikts um Rhodesien wurde das britische Kabinett erstmals seit der Suez-Krise zu einer Sonntagssitzung einberufen. Die absolute Unterhausmehrheit der Regierung Wilson schrumpfte mit dem Tod des Labour-Abgeordneten Henry Solomons auf eine Stimme zusammen. Für einen Rolls Royce aus dem Jahre 1911 bezahlte ein Amerikaner bei einer Auktion in London fast 110 000 Mark.