Der „Fall Argoud“ hat Schule gemacht: Zweieinhalb. Jahre nach der Entführung des OAS-Obersten aus München durch den französischen Geheimdienst wurde in Paris bei hellichtem Tage der emigrierte marokkanische Oppositionsführer Mehdi Ben Barka verschleppt. Ein Air-France-Angestellter, der das Auto der Menschenräuber steuerte, soll später bei Paris mit dem marokkanischen Innenminister General Oufkir zusammengetroffen sein. Als Komplice wurde ein Student verhaftet, der mit dem General verwandt ist. Auch der französische Sicherheitsdienst kam ins Gerede. Die Polizei vermutet, der Innenminister habe Kontakte zwischen König Hassan und dem Sozialisten Ben Barka hintertreiben wollen. De Gaulle muß internationale Verwicklungen befürchten, da Ben Barka einen algerischen Diplomatenpaß besaß.