Abfindungsangebot bei Dahlbusch?

Das Düsseldorfer Bankhaus Poensgen, Marx & Co. begründet das in letzter Zeit lebhafter gewordene Interesse für die Aktien der Bergwerksgesellschaft Dahlbusch AG, Gelsenkirchen, mit der Möglichkeit eines Abfindungsangebotes an die freien Aktionäre. Dahlbusch ist mit 33,33 Prozent an der Deutsche Libbey-Owens-Gesellschaft für maschinelle Glasherstellung AG (Delog) beteiligt, die wiederum 50 Prozent des Dahlbusch-Grundkapitals von 18 Millionen Mark besitzt. Bei gegenseitiger Verflechtung können nach § 328 des neuen Aktiengesetzes die Aktionärsrechte aus dem Beteiligungsbesitz ab 1966 nur noch mit 25 Prozent des Grundkapitals ausgenutzt werden. Aus dieser „Behinderung“ leitet Poensgen, Marx & Co. seine Abfindungsthese ab. Der innere Wert von Dahlbusch wird von den Experten auf 900 Prozent geschätzt. Gegenwärtiger Börsenkurs 342 Prozent.

Spekulation mit Goldmünzen

Auf dem Markt der Goldmünzen spielt sich zur Zeit eine interessante Spekulation ab. Dabei wird die Preistendenz weniger durch Anlagegesichtspunkte bestimmt als durch Sammleraspekte. Denn anders läßt sich der plötzliche Preisanstieg der „halben Vrenelis“ (Schweizer 10-Franken-Stücke) um 10,50 Mark auf 58 Mark nicht erklären. Zur gleichen Zeit bröckelte das 20-Franken-Stück (enthält doppelt soviel Feingold wie das „halbe Vreneli“) auf 42,50 Mark ab. Eine ähnliche Relation ergibt sich beim 10- und 20-Mark-Stück. Wer also Goldmünzen ausschließlich für den Notfall erwirbt, sollte sich nicht mit den „kleinen“ Münzen befassen, bei denen heute aus Knappheitsgründen hohe Sammleraufschläge gezahlt werden.

Beweglicher GBAG-Kurs

Zu den beliebtesten Spekulationspapieren der deutschen Börse zählt zur Zeit die Aktie der Gelsenkirchener Bergwerks-AG, Gelsenkirchen. Alle Diskussionen kreisen um die Frage: Gelingt es der GBAG, den mit Socony Mobil Oil (USA) kurz nach Kriegsende abgeschlossenen Rohöllieferungsvertrag so zu verändern, daß sie Rohöl zu einigermaßen erträglichen Preisen beziehen kann? Das geht nur, wenn Socony bei Aral eine höhere Beteiligung eingeräumt wird, was bisher an den Aral-Aktionären scheiterte. Jetzt ist eine neue „Lösung“ im Gespräch: Die GBAG räumt Socony möglicherweise eine 50prozentige Beteiligung an ihrer Tochtergesellschaft Gelsenberg Benzin AG ein. Da Gelsenberg Benzin direkt an der Aral beteiligt ist, würde Socony auf diese Weise mehr Einfluß auf Aral erhalten, ohne daß die übrigen Aral-Aktionäre Einspruch erheben könnten. Viele Banken raten deshalb, an den GBAG-Aktien festzuhalten. Bessere Rohölpreise würden den Weg für höhere Gewinne freimachen.

Eurofima sucht Kapital

Die Eurofima Europäische Gesellschaft für die Finanzierung von Eisenmaterial, Basel, wird in der Bundesrepublik eine Anleihe von 60 Millionen Mark auflegen, deren Zinsen von „Gebietsfremden“ kuponsteuerfrei vereinnahmt werden können. Der Zinssatz wird 6 Prozent betragen, der Ausgabekurs wird bei 99 Prozent liegen. Laufzeit 15 Jahre.