Eine starke Radiostrahlung, deren Herkunft noch rätselhaft ist, soll eine sowjetische Raumsonde empfangen haben.

Bei einer Fachtagung sowjetischer Astronomen – wann und wo sie stattgefunden hat, ist von der Nachrichtenagentur TASS nicht mitgeteilt worden – erklärte Professor Viacheslew Slisch, die am 13. November 1964 gestartete russische Marssonde Zond-2 habe Anfang dieses Jahres Radiowellen registriert, deren Intensität etwa hundertmal stärker wären als jede bislang für möglich gehaltene Radiostrahlungsenergie aus dem Weltraum.

Laut TASS glauben einige Astronomen, diese Strahlung, deren Wellenlänge 1500 Meter beträgt, könne vom Planeten Jupiter stammen, doch Slisch hält dies für unwahrscheinlich.

Derart langwellige Radiostrahlen vermögen nicht die Ionosphäre der Erde zu durchdringen. Zond-2 nahm sie erstmalig in einer Entfernung von 19 000 Kilometern auf; mit zunehmender Entfernung der Sonde von der Erde sollen die Radiowellen klarer aufgefangen worden sein.

Die Funkverbindung mit Zond-2 riß im Februar ab, weshalb die Instrumentenkapsel ihre eigentliche Aufgabe, die Erkundung der Marsoberfläche, nicht mehr erfüllen konnte.