Amintore Fanfani, Präsident der UN-Vollversammlung, ist als italienischer Außenminister zurückgetreten, nachdem Nordvietnam eine von ihm unterstützte Friedensvermittlung seines Freundes La Pira geleugnet hatte.

Fritz Arlt, während des Dritten Reiches Obersturmbannführer der Waffen-SS und Gauamtsleiter, hat seinen Posten als stellvertretendes Mitglied im Kuratorium des deutsch-französischen Jugendwerkes niedergelegt, nachdem ihm seine NS – Vergangenheit vorgehalten worden war.

Rudolf Heß, ehemals „Stellvertreter“ Hitlers, bald einziger Häftling, im Kriegsverbrecher-Gefängnis Spandau, fand die Fürsprache des traditionell antideutschen Beaverbrook-Blattes „Sunday Express“. Die Zeitung meinte, es sei jetzt an der Zeit, Gnade zu üben.

Vincent Auriol, der erste Staatspräsident der vierten französischen Republik, starb am Neujahrsmorgen im Alter von 81 Jahren. Der sozialistische Politiker, Sohn eines Bäckers, hatte sich im Krieg de Gaulle angeschlossen, jedoch in den letzten Jahren das persönliche Regime des Generals kritisiert.

„Cassandra“, alias William Neil Connor, seit dreißig Jahren bekannter Verfasser bissiger Kommentare im Millionen-Blatt „Daily Mirror“, wurde von Königin Elizabeth zum Ritter geschlagen. Der neue „Sir“ hat auch das Königshaus nicht mit Kritik verschont.