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Das DDR-Regime eröffnete eine Propaganda-Kampagne gegen die für Chemnitz vorgesehenen SPD-Redner. Die SED-Presse äußerte sich kritisch über den „Gleichschaltungs“-Prozeß zwischen SPD und CDU. Bundesregierung, CDU und FDP lehnten den sozialdemokratischen Vorschlag eines „Deutschen Rats“ ab. Der FDP-Parteitag in Nürnberg endete mit der Wiederwahl der bisherigen Führungsspitze. Bis zum 5. Juni besuchten in der Pfingst-Passierscheinperiode mehr als 460 000 Westberliner ihre Verwandten in Ostberlin und ließen über 100 000 ihre Besuchserlaubnis unausgenutzt.

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Durch ein von der französischen Nationalversammlung verabschiedetes Gesetz wurden 3200 verurteilte OAS-Mitglieder amnestiert. In einer Grafschaft des amerikanischen Südstaates Alabama wurde ein Farbiger zum Sheriff gewählt. Bei einer Demonstration in Mississippi wurde ein farbiger Führer der Bürgerrechtsbewegung von einem Weißen hinterrücks niedergeschossen. Für ein Adolf-Hitler-Photo wurden bei einer Auktion in New York 4400 DM gezahlt.

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Der Streikbeginn im Ruhrbergbau wurde von der IG Bergbau auf den 23. Juni festgesetzt. Durch ein Spifzengespräch der Tarifpartner wurde ein Arbeitskampf in der Stahlindustrie vermieden. Die vierte Woche des Streiks der englischen Seeleute begann mit Geldschwierigkeiten der Gewerkschaft. Der nach Holland ausgewichene weiße Wal tauchte wieder im Rhein bei Duisburg auf. Zur Nachfolgerin der aus privaten Gründen zurückgetretenen DRK-Vizepräsidentin Etta Gräfin Waldersee wurde Beate Bremme gewählt. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft erreichte in Ludwigshafen gegen Rumänien mit Mühe einen 1 : 0-Sieg. Mit dem Pokal-Sieg der „Bayern“ über Meiderich kam der zweite wichtige Fußball-Titel nach München.