Ich packte alles gut ein: die gereinigte Hose, die engen Schuhe und die kunstgestopfte Freizeitjacke. In diesem Augenblick klingelte ein Mann von einem Wohltätigkeitsverein und bat um eine Geldspende. Ich wollte ihm das Paket geben, aber er sagte: „Getragene Garderobe nehmen wir nicht.“

Dann zeigte ich einem Studenten die Sachen, der für eine Wochenzeitschrift warb. Er sagte: „Vielen Dank, ich trage vorwiegend Wollhemden, Lederjacken und leichte Schuhe.“ Daraufhin half er mir, das Paket wieder zuzuschnüren, und ich abonnierte die Zeitschrift, weil ich den Eindruck hatte, daß er gekränkt war.

Die Putzfrau mußte das Paket heimlich geöffnet haben, denn ich bemerkte statt der Schleife einen Knoten. Während ich aus dem Knoten wieder eine Schleife machte, schenkte sich die Putzfrau eine Tasse Kaffee ein und sah zu.

Ich ging zum Hauptbahnhof. Dort saß ein Mann auf der Gepäckrampe. Ich machte das Paket auf. Er sah sich den Inhalt an und rückte wortlos ein Stück weiter.

In der Straßenbahn saß ein Mann mit einer schmutzigen Hose. Ich sagte: „In diesem Paket ist eine Hose, die Ihnen wahrscheinlich passen wird. Sie kommt gerade aus der Reinigung und wurde nur dreimal getragen.“ Worauf er antwortete: „Wenn eine zu schmutzig ist, werfe ich sie weg und kaufe mir eine neue.“

Ein Nachtwächter, dem ich das Paket in die Hand drücken wollte, wich einen Schritt zurück und sagte: „Hätte ich zugegriffen, wäre es für sie eine Kleinigkeit gewesen, mich niederzuschlagen.“ Ich sagte, in dem Paket sei gut erhaltene Garderobe. „Die bietet man mir laufend an“, sagte er.

Ich schickte das Paket an ein Altersheim, zusammen mit einem halben Pfund Kakao. Nach drei Tagen hatte ich es wieder. Die Leitung des Altersheims bedankte sich für den Kakao; getragene Garderobe hätten sie jedoch genug; das wäre das einzige, was die Angehörigen regelmäßig schickten.