Ein seltsamer Stern, der noch vor vier Jahren in einem 22-Tage-Rhythmus heller und dunkler wurde, hat sein Verhalten geändert. Jetzt strahlt er konstantes Licht aus. Dieser Wandel innerhalb von nur wenigen Jahren ist den Astronomen ein Rätsel. Sicher ist: Weder bei dem seit 1907 bekannten regelmäßigen Helligkeitswechsel noch bei der von kanadischen, holländischen und mitteldeutschen Astronomen nunmehr festgestellten stetigen Lichtausstrahlung des Sterns kann es sich um Beobachtungsfehler gehandelt haben.

In der Zeitschrift „Sky and Telescope“ fordert jetzt einer der Entdecker dieses Phänomens, Dr. J. D. Fernie von der Universität Toronto, die Amateurastronomen in aller Welt auf, gelegentlich ihr Fernrohr auf diesen Stern zu richten und darauf zu achten, ob er vielleicht hin und wieder doch noch pulsiert.

Der Name des kapriziösen Gestirns: RU Camelopardalis. Sein Standort (1966): Rektaszension 7 h; 18,1 min, Deklination 69° 44’. Es handelt sich um einen Stern 8,5ter Größe (früher schwankte sie zwischen 8,2 und 9,1).

„Die Amateure könnten uns wertvolle Hilfe mit solchen Beobachtungen leisten“, versichert Dr. Fernie. ow