Maschinen für die Leder-, Schuh- und Kofferindustrie stellt die Maschinenfabrik Mönus AG, Frankfurt, her. Im Jahre 1965 ging der Umsatz von 19,9 auf 18,4 Millionen Mark zurück. Dies war erwartet worden, da das Vorjahr besonders günstige Umstände gebracht hatte. Löhne und Gehälter stiegen spürbar an, daher sank auch der Gewinn, was sich in nur 0,91 gegenüber 1,82 Millionen Mark Ertragsteuern im Vorjahre zeigte. Der Reingewinn ging auf 0,67 (0,72) Millionen Mark zurück, so daß der im Vorjahre gezahlte Bonus von 3 Prozent entfällt. Die Hauptversammlung beschloß eine unveränderte Dividende von 15 Prozent auf das Kapital von 4 Millionen Mark.

Bei der Industrie-Werke Karlsruhe AG (IWK), Karlsruhe, und deren Tochtergesellschaften hat sich die Geschäftslage 1965 auf Grund der Vielzahl der Erzeugnisgebiete unterschiedlich entwickelt. Während bei den Konsumgütern eine Belebung eintrat, ergab sich im Investitionsbereich eine Abschwächung. Insgesamt war in der IWK-Gruppe der Auftragseingang um 2 Prozent rückläufig. Der Gruppenumsatz stieg allerdings um 2 (7) Prozent auf 291 Millionen Mark. Die Hauptversammlung hat wieder eine Dividende von 10 Prozent auf 42 Millionen Mark Kapital beschlossen. Zum laufenden Geschäftsjahre wurde erklärt, daß Auftragseingang und Umsatz bisher befriedigend seien, vor allem habe sich der Export gut entwickelt.

Obwohl das gesamte Bauhauptgewerbe seine Leistung im Inland 1965 nur um 4,1 Prozent steigern konnte und damit hinter der Zuwachsrate von 1964 von 17 Prozent weit zurückblieb, stieg der Umsatz der Hochtief AG für Hoch- und Tiefbauten, Essen, um 10 Prozent auf 809 Millionen Mark. Diese Steigerung wurde allein über das Auslandsgeschäft erzielt, da der Inlandsumsatz mit 626 Millionen Mark auf der Höhe des Vorjahres blieb. Rund ein Drittel aller Leistungen der Hochtief wurden in Arbeitsgemeinschaft mit anderen Unternehmen erbracht. Der Tradition der Hochtief entsprechend hatten gewerbliche und industrielle Bauten einen Umsatzanteil von 60 Prozent. Der Anteil der öffentlichen Bauten und der Verkehrsbauten ging zurück. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Reingewinn von 5,58 Millionen Mark, woraus auf Vorschlag der Verwaltung eine Dividende von 18 Prozent auf das auf 27,9 Millionen erhöhte Grundkapital ausgeschüttet werden soll.

Die weitverzweigten Interessen der Felten & Guilleaume Carlswerk AG, Köln, brachten es mit sich, das auf Grund der differenzierten Konjunkturentwicklung sich nicht alle Geschäftsbereiche gleichmäßig entwickelten. In den ersten vier Monaten des neuen Geschäftsjahres ging der gesamte Auftragseingang geringfügig zurück. Besonders im Elektro- und Kabelbereich lagen Auftragseingang und -bestand sowie der Umsatz unter den Vorjahreswerfen. Hier macht sich die allgemeine Geldverfeuerung und die Kürzung des Etats bei den vielen öffentlichen Auftraggebern bemerkbar. Auf dem Kabelgebiet wurden auf der anderen Seite besonders intensive Forschungsarbeiten vorgenommen. Aufmerksamkeit wurde vor allem dem Einsatz von Kunststoffisolierungen bei Hochspannungskabeln gewidmet. – Die Hauptversammlung hat entsprechend dem Vorschlag des Vorstandes eine 10prozentige Dividende auf das dividendenberechtigte Grundkapital von 112 Millionen Mark beschlossen.

Die Deutsche Dampfschifffahrtsgesellschaft „HANSA“, Bremen konnte im Jahr 1965 einen Reingewinn von 1,2 Millionen Mark (im Vorjahr 1,07) erzielen. Hieraus werden wiederum sechs Prozent Dividende auf das unveränderte Grundkapital von 20 Millionen ausgeschüttet. Der Mangel an Nahrungsmitteln in vielen Teilen der Welt sowie politische Spannungen und daraus resultierende militärische Auseinandersetzungen führten zu einer steigenden Nachfrage nach Schiffsraum.

Die Hauptversammlung der Scheidemantel-Motard-Werke AG, Berlin, beschloß entsprechend dem Vorschlag des Vorstandes, aus dem Reingewinn des Geschäftsjahres 1965 von 1,17 Millionen Mark eine Dividende von 12 Prozent auszuschütten. Wie auf der Hauptversammlung mitgeteilt wurde, entsprechen Produktion und Absatz in den ersten Monaten dieses Jahres etwa den Vergleichsmonaten des Vorjahres. Wegen gestiegener Personal- und Materialkosten glaubt die Verwaltung jedoch nicht, daß in diesem Jahr ein ähnlich hoher Gewinn wie 1965 erzielt werden kann.

Die H. Maihak AG, Hamburg, hat ihren Umsatz um 20 Prozent auf fast 12 Millionen Mark erhöht. Der Vorstand schlägt vor, aus dem Reingewinn von 0,3 Millionen Mark eine Dividende von 14 Prozent auf das unveränderte Aktienkapital von 23 Millionen auszuschütten.