Die Deutsche Kranken-Versicherungs-AG, Köln, ist der europäische Gigant unter den Krankenversicherungsgesellschaften und zugleich das drittgrößte deutsche Direktversicherungsunternehmen. Sie kommentiert das mit der Feststellung, das sei ein erneuter Beweis dafür, wie sehr die private Krankenversicherung (PKV) in der Bevölkerung Anklang finde.

Die drei wichtigsten Forderungen sind: keine neue Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze, keine weitere Einbeziehung Selbständiger in die gesetzliche Krankenversicherung und funktionierende Einkommensobergrenze für das Verbleiben in der gesetzlichen Versicherung. Wert wird auch darauf gelegt, daß die Ersatzkassen ihren freiwilligen Mitgliedern in Leistungen und Beiträgen ieine Sonderstellung den Pflichtmitgliedern gegenüber einräumen. Ziel dieser Wünsche ist es, die Krankheitskostenvollversicherung als den Kernbereich der PKV vor Schrumpfung zu bewahren und damit die 6,6 Millionen Personen, die diesen Schutz gesucht haben, vor Nachteilen in schützen. Wenn die Vollversicherung ohne Versichertennachwuchs ist, schrumpft sie, denn im „anderen Ende“ sterben ihr die Versicherten weg, und mit dieser Schrumpfung geht eine Überalterung des Restes einher, für den der Versicherungsschutz auch relativ teurer werden muß.

Stagnation herrscht in der Vollversicherung schon seit Jahren. Bei der Deutschen Kranken wuchs der Bestand hier – entgegen der Gesamttendenz – 1965 noch bescheiden an, um 7300 auf 741 000 Personen. Ihr Marktanteil beträgt damit gut 11 Prozent des Bestands in dieser Kernsparte. Insgesamt hat die DKV 1,65 Millionen Versicherte, das sind gut 10 Prozent Marktanteil, die ihr – mit knapp 410 Millionen Mark – aber 18 Prozent des gesamten Beitragsaufkommens der deutschen PKV gebracht haben; das ist etwas mehr als im Vorjahr. Wegen der Kursentwicklung am Renten- und Aktienmarkt wurden über 12 Millionen abgeschrieben, was zu Lasten der Beitragsrückerstattung ging. Man erhöht die Einzahlung auf das Aktienkapital von nom. 10 Millionen aus dem Jahresergebnis um weitere 0,3 Millionen und schüttet im übrigen wieder 10 Prozent Dividende aus; die DKV gehört zu fast 100 Prozent der Hamburg-Mannheimer, die ein Glied des Allianz Münchener Rück-Konzerns ist. Bg.