Schon der Titel stellt die Welt auf den Kopf: es ist doch paradox, „mächtige Mannschaften“ im feierlichen Ton einer Ode anzusprechen. Die Mächtigen hatten seit jeher taube Ohren – und wenn sie schon einmal feierlich werden, feiern sie sich selbst. Auffällig ist auch die Wendung „mächtige Mannschaften“; die fast wagnerische Alliteration deutet das Pompöse an. Das Unangemessene wird schon im Titel des Gedichts offenbar. Die Gattungsbezeichnung „Ode“ verstärkt dann nur noch den ironischen Kontrast.

Das Gedicht selbst beginnt mit einer Aufforderung:

Schlagt die Fenster nicht ein: sie werden offen stehn.

Die Aktivität der mächtigen Mannschaften ist von vornherein zur Absurdität verdammt, Sie rennen offene Türen ein. Die Begründung, die in den folgenden Zeilen gegeben wird, steigert nur noch den Kontrast zwischen den mächtigen Mannschaften und den von der Macht Bedrohten.

Es sind die Gesetze des Traums, angesichts deren die Macht zur Lächerlichkeit herunterkommt. Die kindliche Welt märchenhafter Begebenheiten verurteilt jede pompöse Geste zur Hampelmännerei. Souverän fordert sie die mächtigen Mannschaften auf, Fische und Papageien zu schlachten, wohl wissend, wie sinnlos es ist und wie wenig damit Macht ausgeübt wird. Christoph Meckel sagt „meine Fische und Papageien“. Das Possessivpronomen enthebt die Fische und Papageien dem wirklichen, angreifbaren Bereich und gibt sie als Ausgeburten der Phantasie, gleichsam als Spielzeug aus, das für die Mächtigen bar jeder Bedrohung ist. Das weiß jedoch nur der, der hier „mein“ sagt.

Selbst die Aufforderung, zu prüfen, wie tief unter Wasser die Eisberge fahren, erweist sich als ironisches Entgegenkommen. Diese Welt taugt nicht für das Soldatenspiel der Macht. Gerade deswegen, weil Christoph Meckel ihre Bestandteile sein eigen nennt – und über sie spielerisch verfügt, weiß er sich überlegen, weiß er auch, wie wenig es der Macht kostet, Besitz von seiner Welt zu ergreifen.

Die Herausforderung, Macht auszuüben, wo es gar keiner Macht bedarf, muß notwendigerweise den Herausgeforderten blamieren. Das alles wird in scheinbar kindlicher Naivität vorgebracht: Der Buhmann wird gereizt, sich endlich doch einmal zu zeigen, aber gerade mit dieser Herausforderung nimmt man der Bedrohlichkeit das Grauen. Sollen die Buhmänner doch kommen: Man ist bereit. Die spielerische Bereitschaft des Kindes, die nicht ohne Herzklopfen ist, wird bei Christoph Meckel eine ironische Bereitschaft. Für ihn sind die mächtigen Mannschaften nichts ander es als versierte Buhmänner. Mit jedem Satz entlarvt er sie mehr, indem er sie aus ihrer prahlerischen Reserve hervorlockt.