Finanzierungshilfe für Bausparer

Nach § 88 des Zweiten Wohnungsbaugesetzes in der Fassung vom 1. September 1965 werden den Bauherren steuerbegünstigter Eigenheime, Eigensiedlungen oder eigengenutzten Eigentumswohnungen zur Verzinsung aufgenommener Kapitalmarktmittel Annuitätszuschüsse bis zu 4 Prozent auf die Dauer von 7 Jahren gewährt, wenn ihr Einkommen die für den sozialen Wohnungsbau maßgebenden Einkommensgrenzen um nicht mehr als ein Drittel übersteigt. Die Bedeutung dieser Annuitätshilfen liegt darin, daß sie solche Bauherren begünstigt, die infolge ihres Einkommens von der Erlangung öffentlicher Darlehen ausgeschlossen sind, aber nicht genug verdienen, um die vollen Finanzierungslasten allein tragen zu können. Das ist besonders in den ersten Jahren nach Fertigstellung der Objekte dann der Fall, wenn in die Finanzierung ein Bauspardarlehen einbezogen ist, das wegen der verhältnismäßig kurzen Laufzeit infolge überdurchschnittlicher Tilgung eine hohe Kapitalbelastung nach sich zieht. Wegen der angespannten Haushaltslage des Bundes wird die Finanzierungshilfe erst für 1967 bewilligt werden können.

Zur Auskunft verpflichtet

Deutschlands Steuerzahler sollen künftig Anspruch auf rechtsverbindliche und rechtsförmliche Auskünfte gegenüber den Finanzämtern erhalten. Das sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung in Ergänzung der Abgabenordnung vor, dem der Finanzausschuß des Bundesrates bereits zugestimmt hat. Allerdings soll die Verpflichtung auf Fälle mit erheblichen steuerlichen Auswirkungen beschränkt bleiben und die Finanzämter Anträge – die gebührenpflichtig sind – nach pflichtgemäßem Ermessen zurückweisen können. Da dazu sogar „eine außergewöhnliche Arbeitsüberlastung“ gehört, ist zu hoffen, daß sich der Bundestag mit dieser einschränkenden Auslegung nicht abfinden wird.

Aktive Amerikaner

Die Aktivität amerikanischer Investment-Fonds in der Bundesrepublik hält an. Die von der Bache & Co. betreuten Fonds der Fidelity-Gruppe (5 Fonds) und der vor kurzem gegründete Manhattan Fund werden von der neu gegründeten Gesellschaft für Finanzberatung mbH, Düsseldorf, vertrieben, für die der Düsseldorfer Rechtsanwalt Engler zeichnet. Die Vertriebsfirma will Verkaufsvertreter arbeiten lassen. Dabei ist auch an Versicherungsagenten gedacht.