Die Rheinmetall Berlin AG, deren Kapitalmehrheit von knapp 65 Prozent von 25 Millionen Mark bei Röchling liegt, wird für 1965 eine Dividende von 6 und einen Bonus von 5 Prozent zahlen. Die Dividende – so erklärt die Verwaltung – stamme aus betrieblichen Erträgen und der Bonus aus Grundstücksverkäufen. Für 1966 sei eine höhere Dividende zu erwarten.

Bei der Hamburgische Electricitäts-Werke AG, Hamburg, kann der Aktionär auch für 1966 mit großer Wahrscheinlichkeit wieder mit einer Ausschüttung von mindestens 11 Prozent rechnen. Für 1965 wurden 10 Prozent Dividende und zusätzlich ein Bonus von 1 Prozent gezahlt. Pro Aktie dürften 14 Mark verdient worden sein. Die Gesellschaft hat also bis auf einen Betrag von 5 Millionen, der den Rücklagen zugeführt wurde, fast den gesamten Gewinn ausgeschüttet. Wegen des „günstigen Ergebnisses“ erhielten die Sonderabnehmer eine Rückvergütung von zusammen 3,2 Millionen.

Zwar berichtet die zur Oetker-Gruppe gehörende Bank für Brauindustrie, Frankfurt, über eine befriedigende Entwicklung im Jahre 1965, doch meinte Aufsichtsratsvorsitzender Rudolf-August Oetker auf der Hauptversammlung, es wäre zu überlegen, ob das Institut weiterhin auch das Bankgeschäft betreiben oder künftig nur als Holding für die Brauereibeteiligungen arbeiten solle. Allerdings würde auch die Holding Kosten verursachen, so daß nicht alle Beteiligungserträge (2,8 Millionen Mark) ausgeschüttet werden könnten. Für 1965 wurden nach Zuweisung von 0,4 Millionen Mark zu den Rücklagen auf 12,2 Millionen Mark Kapital 17 (15) Prozent Dividende ausgeschüttet.

Bei einem um 8,7 (14,4) Prozent auf 147,7 Millionen Mark gestiegenen Umsatz war die Ertragsentwicklung der Veith-Pirelli AG, Sandbach bei Hoechst i. O., im Jahre 1965 nicht ganz zufriedenstellend. Die Personalkosten nahmen um 17,5 Prozent, der Zinsaufwand um 14,9 Prozent zu. Die Preiserhöhungen von 1965, meinte die Verwaltung, seien zu niedrig gewesen, um einen vollen Ausgleich für die rasch wachsenden Kosten zu bringen. Dennoch wurden für 1965 wiederum 12 Prozent Dividende ausgeschüttet.

Um die Lagerbestände nicht noch weiter steigen zu lassen, hat die Haller-Meurer AG, Hamburg, (Produzent für Gasgeräte) in diesem Jahr einen Teil der Belegschaft entlassen. Der langsamere Absatz hängt mit dem geringeren Wachstum des Gasverbrauchs in der Bundesepublik zusammen. Er wird nach Ansicht des Vorstandes wieder größer werden, sobald das Erdgas eine bedeutendere Rolle zu spielen beginnt. Für 1965 wurde eine Dividende von 14 Prozent ausgeschüttet.

Die Chr. Adt. Kupferberg & Co. KGaA, Mainz, stellte in ihrem Geschäftsbericht 1965 fest, daß infolge der Erhöhung der Sektsteuer der Verkauf im Jahre 1966 „merklich ruhiger“ geworden sei. Wie sich auf längere Sicht diese höhere Sektsteuer auswirken werde, lasse sich noch nicht absehen. Im vergangenen Jahre brachte die Ankündigung dieser Steuererhöhung und die dabei einsetzenden Hamsterkäufe auch für Kupferberg eine starke Absatzerhöhung. Die Umsätze stiegen von 28,3 auf 43,4 Millionen Mark. Für 1965 wurden unverändert 16 Prozent Dividende ausgeschüttet.

Bei der Rosenthal Aktiengesellschaft, Selb/Bayern, ist der Umsatz um 13,5 Millionen auf 110,9 Millionen gestiegen. Für Porzellan- und Glasindustrie war 1965 ein gutes Jahr im Zeichen der Wohnwelle, betonte Philip Rosenthal. Der Reingewinn beträgt 2,6 Millionen. Hieraus wird eine Dividende von 16 Prozent auf 16,5 Millionen Stammaktien und 4,5 Prozent Vorzugsdividende auf 67 400 Mark ausgeschüttet.