L’Humanitee nouvelle heißt die Zeitung der Pro-Peking-Genossen innerhalb der französischen KP. Das Blatt hat jetzt an alle Mitglieder appelliert, die alte „revisionistische“ Partei zu verlassen und sich in einer neuen Partei zusammenzuschließen. Es sei „eine historische Tatsache, daß sich das Zentrum der Weltrevolution von Moskau nach Peking verlagert hat“. Ein Zentralkomitee von 25 Mitgliedern, ein zwölfköpfiges Politbüro und das Parteisekretariat seien bereits gewählt worden.

Auch in der italienischen KP scheint die Pro-Peking-Gruppe Fortschritte zu machen. Wahrscheinlich ließe sich feststellen, daß in Westeuropa, also überall dort, wo die kommunistische Partei in der Opposition ist, die Verehrung der „reinen Lehre“ Pekings zunimmt, während in Osteuropa, wo die Kommunisten regieren müssen – sich also nicht aufs Theoretisieren beschränken können –, Moskau als Vorbild dient samt seinem Pragmatismus, den die Konkurrenz Revisionismus nennt. Dff