FÜR Sammler grotesker Literatur –

Fredric Brown: „Der engelhafte Angelwurm“, Erzählungen, aus dem Englischen von B. A. Egger; Diogenes Verlag, Zürich; 352 S., 19,80 DM.

ES ENTHÄLT, sagt der Verlag, sechsundzwanzig absonderliche Geschichten.

ES GEFÄLLT, weil dies keine leere Titelblattversprechung ist: Der Amerikaner Brown gehört zur ersten Garnitur der zeitgenössischen Grusel-Autoren, was neben der Angelwurmaffäre vor allem seine Schilderung eines Duells mit einem Weltraum-Monster und die schreckliche Sache mit den Giesenstecks beweisen. Es gefällt außerdem, weil Peter Neugebauer den Band kongenial illustriert hat, indem er aus Zeichnungen von Ludwig Richter und Julius Schnorr von Carolsfeld und eigenen Zutaten makabre Idyllen und seltsame Fabelwesen montierte. Eine Kostprobe aus dem Text: „Professor Jones hatte seit vielen Jahren an der Zeit-Theorie gearbeitet. ‚Und ich habe die Schlüsselgleichung gefunden‘, sagte er seiner Tochter eines Tages. ‚Die Zeit ist ein Feld. Diese Maschine, die ich konstruiert habe, kann dieses Feld verändern, ja sogar umkehren.‘ Er drückte einen Knopf, während er sprach, und sagte: ‚Das sollte die Zeit zurücklaufen lassen zurücklaufen Zeit die sollte das‘, sagte und, sprach er während, Knopf einen drückte er. ‚Umkehren sogar, ja, verändern Feld dieses kann, habe konstruiert ich die, Maschine diese. Feld ein ist Zeit die.‘ Tages eines Tochter seiner er sagte, gefunden Schlüsselgleichung die habe ich und‘. Gearbeitet Theorie-Zeit der an Jahren vielen seit hatte Jones Professor.“ Diese Geschichte, die den Band beschließt, heißt „Das Ende“ und endet mit „Ende das“. U. N.